Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Absatzkrise

Porsche-Verkäufe brechen weltweit ein – China-Markt kollabiert

Porsche-Verkäufe brechen weltweit ein – China-Markt kollabiert
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Luxus unter Druck: Der Sportwagenbauer Porsche verzeichnet weltweit sinkende Verkaufszahlen. Besonders der chinesische Markt bereitet den Stuttgartern Kopfzerbrechen.

Porsche hat im Jahr 2025 weltweit einen deutlichen Verkaufsrückgang von zehn Prozent verzeichnet. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller lieferte insgesamt 279.449 Fahrzeuge aus, wie aus den jüngst veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Besonders hart traf es den chinesischen Markt, wo die Auslieferungen um 26 Prozent einbrachen – eine Fortsetzung des negativen Trends aus dem Vorjahr, als bereits ein Minus von 28 Prozent zu Buche stand. Als Hauptgründe nennt der Konzern die schwierige Wirtschaftslage in China sowie die abflauende Dynamik im Elektrofahrzeugsektor.

⇢ Durchbruch im Handelskonflikt: Mindestpreise statt Strafzölle für China-Stromer

Auch in Europa musste Porsche Federn lassen. Außerhalb Deutschlands sanken die Verkäufe um 13 Prozent, während im Heimatmarkt sogar ein Rückgang von 16 Prozent verzeichnet wurde. Zum europäischen Einbruch trug unter anderem das Auslaufen des Verbrenner-Macans bei, der aufgrund neuer Cybersicherheitsvorschriften vom Markt genommen wurde. Zudem stellte Porsche im Oktober die Produktion der Modelle 718 Boxster und Cayman für europäische Kunden ein. In China verschärft sich derweil der Konkurrenzdruck durch einheimische Hersteller, was besonders die Verkaufszahlen der Elektromodelle belastet.

Modellspezifische Entwicklung

Bei der Betrachtung einzelner Modellreihen zeigt sich ein durchwachsenes Bild. Der elektrische Taycan setzte seinen Abwärtstrend fort und verzeichnete 2025 einen Verkaufsrückgang von 22 Prozent – nach einem bereits drastischen Minus von 49 Prozent im Jahr zuvor. Auch der SUV Cayenne büßte mit 80.886 ausgelieferten Einheiten deutlich ein (minus 21 Prozent). Die 718-Baureihe verlor ebenfalls 21 Prozent, während der Panamera einen moderateren Rückgang von sechs Prozent verzeichnete.

Trotz des allgemeinen Abwärtstrends gibt es auch Lichtblicke in der Porsche-Bilanz. Der Macan avancierte mit 84.328 Auslieferungen und einem Wachstum von 1,9 Prozent zum meistverkauften Modell des Herstellers. Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte der verkauften Macan-Fahrzeuge waren bereits Elektroversionen. Auch der Sportwagen-Klassiker 911 trotzte dem negativen Umfeld und legte um 1,3 Prozent zu. Mit 51.583 ausgelieferten Einheiten erreichte die Ikone sogar einen neuen Verkaufsrekord.

Strategische Ausrichtung

Der Sportwagenbauer betont, dass der Verkaufsrückgang im Rahmen der Erwartungen liege und das Unternehmen weiterhin an seiner Strategie „Wert vor Volumen“ festhalte. Dennoch verdeutlichen die Zahlen, dass selbst Premiummarken nicht gegen Marktveränderungen und intensiven Wettbewerb gefeit sind.

Einzig in Nordamerika konnte Porsche die Verkaufszahlen stabil halten und erreichte das gleiche Niveau wie im Vorjahr.