Rewe zieht die Zügel an: Die beliebte jö-Bonusclubkarte darf künftig nur noch einmal pro Einkauf verwendet werden. Für viele Kunden ein Ärgernis.
Bei Rewe gilt ab sofort eine neue Regelung für die jö-Bonusclubkarte: Pro Einkauf kann nur noch eine Karte verwendet werden. Der Handelskonzern begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit, Rabattaktionen nachhaltig anbieten zu können und gleichzeitig Missbrauchsfälle einzudämmen.
Die Änderung stößt besonders bei jenen Kunden auf Kritik, die regelmäßig Besorgungen für andere Personen erledigen. Sie können nun nicht mehr die Bonuskarten ihrer Angehörigen oder Nachbarn beim Einkauf vorzeigen, was für Irritationen sorgt.
Verärgerte Kundschaft
Besonders ältere Kundschaft zeigt sich von der neuen Regelung verärgert. Die Umstellung führt zu Missverständnissen an den Kassen und sorgt für Unmut unter den Betroffenen, die sich in ihrer gewohnten Einkaufspraxis eingeschränkt fühlen.
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Digitalisierung schreitet voran
Die neue Regel ist Teil einer umfassenden Umstellung: Ab 2. Juni 2025 stellt Rewe die jö-Bonusclubkarte vollständig auf digital um. Neue Mitglieder erhalten ausschließlich eine digitale Karte über die App, während bestehende Kunden ihre Plastikkarten weiterhin nutzen können. Mit der Digitalisierung will das Unternehmen rund 40 Tonnen Papier pro Jahr einsparen und den Datenschutz stärken.
Ein wichtiger Aspekt der Umstellung: Persönliche Daten wie Name, Geschlecht und Adresse werden künftig nicht mehr erhoben, um die Anonymität der Kunden zu schützen. Die App soll neue Funktionen wie personalisierte Angebote und spielerische Elemente bieten, um das Bonusprogramm attraktiver zu gestalten.
Preissenkungen angekündigt
Trotz der verschärften Nutzungsbedingungen betont Rewe sein Engagement für ein attraktives Sortiment. Das Unternehmen verweist auf Preissenkungen bei zahlreichen Produkten, um die Kundenzufriedenheit trotz der Einschränkungen bei der Bonuskarte aufrechtzuerhalten. Die Anzahl und Qualität der Vorteile für Mitglieder soll trotz Digitalisierung nicht reduziert werden – alle bekannten „Ös“ können weiterhin gesammelt und eingelöst werden.
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Für ältere oder technisch weniger versierte Personen sind Ausnahmeregelungen und Unterstützung in den Filialen vorgesehen, um den Übergang zur digitalen Lösung zu erleichtern.