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Explosion

Bombenanschlag auf Moskauer Restaurant – drei Tote nahe Kreml

Bombenanschlag auf Moskauer Restaurant – drei Tote nahe Kreml
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Mitten in Moskau erschüttert eine Explosion ein Luxusrestaurant – nur wenige Kilometer vom Kreml entfernt. Drei Menschen sterben, 21 werden verletzt.

In der Moskauer Innenstadt ist es am Abend zu einer Explosion gekommen, die drei Menschen das Leben kostete und 21 weitere verletzte. Der Vorfall ereignete sich vor dem Luxusrestaurant „Balzi Rossi“ am Kudrinskiplatz – nur rund zwei Kilometer vom Kreml entfernt. Das russische Nationale Antiterror-Komitee (NAK) bestätigte die Opferzahlen.

Das betroffene Restaurant befindet sich in einem der markantesten Gebäude der russischen Hauptstadt: einem der sogenannten „Sieben Schwestern“, jener monumentalen Hochhäuser, die unter dem Sowjetdiktator Josef Stalin nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden. Das „Balzi Rossi“ zählt zu den gehobenen Adressen Moskaus – Marmorsäulen, schwere Kronleuchter und weitläufige Festsäle prägen das Erscheinungsbild des Lokals.

Selbst gebauter Sprengsatz

Nach Angaben des NAK wurde die Detonation durch einen selbst gebauten Sprengsatz ausgelöst. Demnach soll eine Frau versucht haben, den improvisierten Sprengkörper in das Restaurant zu schmuggeln, wobei sie beim Anschlag ums Leben kam. Unter den weiteren Todesopfern befinden sich laut NAK ein Sicherheitsmitarbeiter, der die Frau am Betreten des Lokals gehindert hatte, sowie ein Gast des Restaurants.

Auf russischen Telegram-Kanälen kursierten nach der Explosion Berichte, wonach in dem Lokal eine private Veranstaltung für Angehörige der gesellschaftlichen Elite stattgefunden habe. Das Restaurant selbst bestätigte über Instagram, dass an dem Abend eine Feier abgehalten wurde – über die Identität der Gäste schwieg man sich jedoch aus.

Chaotische Zustände

Augenzeugen schilderten dem Sender RenTV chaotische Zustände unmittelbar nach der Explosion. Ihren Berichten zufolge fand in dem Restaurant zu diesem Zeitpunkt eine Hochzeitsfeier mit rund 50 Gästen statt. „Wir waren draußen, es gab eine sehr starke Explosion, wir hörten dann Einsatzfahrzeuge“, schilderten Zeugen.

Ein weiterer Augenzeuge berichtete, die Detonation sei so heftig gewesen, dass die Fenster im gegenüberliegenden Wohnhaus vibrierten. Nach seinen Angaben brach trotz der Explosion kein Feuer aus. Kurz darauf seien Verletzte auf Tragen aus dem Gebäude gebracht worden. Eine Frau berichtete zudem von zahlreichen Krankenwagen am Unglücksort. „Ein Mann wurde mit schweren Blutungen abtransportiert“, sagte sie.

Das betroffene Gebäude wurde umgehend weiträumig abgeriegelt, Sprengstoffexperten übernahmen die Untersuchung im Inneren. Die Behörden sperrten mehrere Straßen rund um den Kudrinskiplatz ab; ein für denselben Abend geplantes Nacht-Radrennen in Moskau wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Einsatzkräfte und Ermittler arbeiteten noch bis in die späten Nachtstunden am Tatort.

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KO KOSMO-Redaktion
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