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IMMER GLEICHES OPFER

Bosnier überfällt drei Mal selbe Tankstelle – Haft

(FOTOS: GoogleMaps Screenshot, iStockphoto)

Innerhalb von nur zwei Wochen soll ein 30-jähriger Bosnier die selbe Eni-Tankstelle in Salzburg ausgeraubt haben. Drei Mal wurde der selbe Mitarbeiter zu seinem Opfer. Nun musste er sich am Mittwoch vor Gericht verantworten.

Er war in Geldnot, durch die Corona-Pandemie in die Arbeitslosigkeit abgetrieben und war zudem spiel- und alkoholsüchtig: Für den in Salzburg lebenden Bosnier (30) lief es nicht gut. Daher beschloss der 30-Jährige eine Tankstelle zu überfallen – und das gleich drei Mal! Innerhalb von nur 14 Tagen schlug er drei Mal in der Eni-Tankstelle in der Gabelsbergerstraße (Salzburg) zu. Dabei fiel ihm auch immer der gleiche Mitarbeiter zum Opfer. Nun musste sich der Bosnier am Mittwoch vor Gericht verantworten.

3.800 Euro Beute
Das erste Mal schlug der ehemalige Kellner in der Nacht zum 29. März zu. Als der Mitarbeiter die Produkte kassieren wollte, die der Bosnier auf den Tresen gelegt hatte, packte er den Mann plötzlich und drückte ihm einen harten Gegenstand gegen den Rücken: „Spiel dich nicht, sonst drück ich ab.“ Der Mitarbeiter öffnete die Kassa und der Bosnier entkam mit Bargeld.

Fünf Tage später, am 4. April, überfiel er dieselbe Tankstelle, und traf wieder auf den selben Mitarbeiter. Diesmal griff der Räuber nach einem Messer und bedrohte den Mitarbeiter. Erneut entkam der 30-Jährige mit Bargeld aus der Kassa. Während die Polizei bereits mit Bildern aus der Überwachungskamera nach dem Mann fahndete, schlug er am 12. April erneut zu und entkam. Am 14. April gelang es der Polizei schließlich den Bosnier zu fassen. Der Mann war sofort geständig. Er verbrachte die letzten 3 Monate in Untersuchungshaft. Am gestrigen Mittwoch wurde ihm schließlich der Prozess gemacht.

Prozesstag: Bosnier entschuldigt sich bei Opfer
Beim Prozess am gestrigen Mittwoch zeigte sich der Bosnier erneut geständig. Er entschuldigte sich bei seinem Opfer, dem Kassierer der Tankstelle. Er würde alle drei Überfälle bereuen, die er unter Alkoholeinfluss verübt haben soll.

Als Erklärung für seine Raub-Serie gab der 30-Jährige an ein schweres Jahr hinter sich zu haben, in dem er sowohl seine Arbeit, seine Freundin, als auch seine Wohnung verloren habe. Außerdem gestand er, seit einigen Jahren Kokain zu konsumieren und Schulden durch Glücksspiele angehäuft zu haben. Daher habe sich der Bosnier zu einem Überfall entschlossen. Die Tankstelle habe er ausgewählt, weil sie in der Nähe seines Wohnortes liege.

Das Urteil: viereinhalb Jahre unbedingte Haft. In diese Freiheitsstrafe sind auch weitere kleinere Delikte eingerechnet, für die der bisher unbescholtene Bosnier am Mittwoch ebenfalls verurteilt wurde. Der Angeklagte hat sich drei Tage Bedenkzeit erbeten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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