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SOZIALBETRUG

Bosnische Sozialbetrügerin zockt Österreich um 100.000 Euro ab

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Inennminister Karl Nehammer hat mehrere eklatante Fälle von Sozialbetrug öffentlcih gemacht.

Im Mittelpunkt steht dabei als größter Fall das Beispiel einer Bosnierin, die den Staat Österreich um 100.000 Euro betrogen haben soll. Der Fall wurde von der Task-Force „Sozialversicherungsbetrug“, einer Sondereinheit im Bundeskriminalamt, nun bestätigt.

Dabei soll die Bosnierin im Beisein ihrer Mutter für diese bei der Pensionsversicherungsanstalt eine Ausgleichszulage beantragt haben.

Mutter war in Bosnien, Tochter kassierte in Österreich
Doch die Mutter war zu diesem Zeitpunkt längst schon wieder in Bosnien und der Anspruch auf Ausgleichszulage besteht nur im Fall, dass die Frau tatsächlich im Inland wohnt. Damit sie das Geld bekommen kann, wurde eigens ein inländisches Bankkonto eingerichtet, auf welchem die Tochter über 100.000 Euro kassierte.

In Bosnien kann man mit 100.000 Euro definitiv eine zeitlang mehr als nur gut auskommen, keine Frage. Aber die Mutter selbst scheint von dem Geld nichts bekommen zu haben: Denn es war die Schwester, die misstrauisch wurde und Anzeige erstattete. Im Zuge eines Besuchs in Bosnien stellte sie fest, dass ihre Mutter vermögens- und mittelos ist und Probleme dabei hat, ihre Existenz zu bestreiten. Scheinbar dürfte die andere Tochter die Sozialleistungen, die sie ja sowieso illegal kassiert haben dürfte, für sich selbst verwendet haben.

Der Fall befindet sich in der „entscheidenden Ermittlungsphase“, heißt es aus dem Innenministerium. Insgesamt konnten 2019 insgesamt 2.255 Fälle von Sozialbetrug aufgedeckt werden. 99,6 Prozent der Delikte konnten aufgeklärt werden. So wurden dem Staat Kosten in der Höhe von rund 11,5 Millionen Euro erspart.