Start NEWS POLITIK „Ćevapčići-Gutschein“: So will die Regierung Jugos zu den Massentests locken
TEST-OFFENSIVE

„Ćevapčići-Gutschein“: So will die Regierung Jugos zu den Massentests locken

Die Regierung plant für die nächste Massentest-Phase ein neues Bonussystem einzuführen, den „Ćevapčići-Gutschein“. Vor allem Menschen aus Exjugoslawien sollen mit diesem Angebot angelockt werden.

Die Zahl der Menschen, die sich bisher in Österreich auf Covid-19 testen ließen, ist erschreckend niedrig. Insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund weigern sich, sich einem Test gegen das Coronavirus zu unterziehen. Im Jänner plant die Regierung eine erneute bundesweite Offensive. Um diesmal eine höhere Teilnehmerzahl zu erreichen, soll es ein Belohnungssystem geben: Einen 50 Euro „Ćevapčići-Gutschein“ für alle, die sich testen lassen. Damit soll vor allem die – sonst eher testfaule – Jugo-Szene angesprochen werden, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitagabend kommunizierte:

„Ich bin sehr eng mit dem Westbalkan verbunden. Zu meiner Zeit als Außenminister war ich sehr oft dort und was ich von meiner langjährigen Erfahrung sagen kann: Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien lieben Ćevapčići! Also werden wir den Leuten hier geben, was sie wollen und was es braucht, damit sie sich endlich testen lassen.“

Auch seine grünen Regierungskollegen zeigen sich über den Fokus auf die BKS-Community begeistert. Vize Werner Kogler: „Dies ist auch eine Entschuldigung an alle, dich sich von dem Sager des ‚eingeschleppten Migranten-Virus‘ beleidigt gefühlt haben.“

Und Rudi Anschober meint: „Statistiken zeigen, dass die meisten Corona-Intensivpatienten aus Balkanstaaten kommen. Dieser Gutschein ist eine gute Idee, um diese Bevölkerungsschicht zu erreichen.“

Außerdem solle der „Ćevapčići-Gutschein“ vor allem der heimischen Gastronomie zugutekommen, was vor allem Yugo-Lokalbesitzer sehr freut: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Leute jetzt zu uns kommen können, um unsere köstlichen Ćevapčići zu kosten. Das ist gut für Business und gut für die Gesundheit“, so Milan Lazić, Besitzer eines Balkangrill-Restaurants in Ottakring.

Die Kosten der Aktion sollen übrigens zur Gänze vom Bund getragen werden.

* Dieser Beitrag hat satirischen Charakter*