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Fahndungserfolg

Dämmerungseinbrüche halbiert: Polizei schnappt Kosovo-Bande

Einbruch
(FOTO: iStock)

Drei Festnahmen, halb so viele Einbrüche: In Oberösterreich zeigt die Polizeiarbeit Wirkung. Doch die Ermittler warnen – die Dämmerungseinbruchssaison ist noch nicht vorbei.

Nach drei Festnahmen hat sich die Anzahl der Dämmerungseinbrüche in Oberösterreich deutlich reduziert. Die Zahl der Delikte ging um etwa die Hälfte zurück, obwohl noch nicht abschließend geklärt ist, für wie viele Einbrüche und Versuche die Verhafteten tatsächlich verantwortlich zeichnen. Die Exekutive nutzte die Bekanntgabe der Festnahmen gleichzeitig für einen Appell an die Bevölkerung, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Die LKA-Ermittler Christian Schuster und Christian Schmidseder brachten es auf den Punkt: “Wenn man das Haus verlässt, soll es nicht so aussehen, als hätte man es verlassen.”

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Bei einer Pressekonferenz am Freitag wiesen Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Ermittler des Landeskriminalamts darauf hin, dass nach wie vor Einbruchssaison herrscht. Sie empfahlen konkrete Vorsichtsmaßnahmen: Beleuchtung eingeschaltet lassen, regelmäßige Leerung des Briefkastens sicherstellen, eventuell in Alarmanlagen oder Außenkameras investieren. Aufmerksame Nachbarn seien ebenfalls wichtig, da potenzielle Täter oft tagsüber Ausschau halten. Zudem sollten Werkzeug und Leitern nicht im Freien gelagert und Kellerabteile regelmäßig kontrolliert werden.

Festnahmen in Steyr

Im Herbst dieses Jahres verzeichneten die Ermittler eine Zunahme von Einbrüchen in Wohnungen und Einfamilienhäuser im Raum Steyr. Am 12. November erfolgte die Festnahme eines verdächtigen Kosovaren, kurz darauf wurde ein Landsmann als mutmaßlicher Mittäter verhaftet. Das Duo wird derzeit mit mindestens zwölf Einbrüchen in Verbindung gebracht, wobei die Zahl noch steigen könnte.

Vorbestrafter Täter

Auch im Bezirk Grieskirchen stellten die Beamten zuletzt vermehrt Wohnraumeinbrüche fest. Die Ermittlungen führten zu einem weiteren Kosovaren, der bereits einschlägig vorbestraft ist. Nach seiner bedingten Haftentlassung missachtete er ein verhängtes Rückkehrverbot und hielt sich unter falscher Identität weiterhin in Oberösterreich auf. Nun muss er den Rest seiner ursprünglichen Strafe verbüßen.

Obwohl dem Mann bislang keine weitere Straftat nachgewiesen werden konnte, halten die Ermittler dies aufgrund des deutlichen Rückgangs der Wohnraumeinbrüche für wahrscheinlich.

Grundsätzlich suchen Dämmerungseinbrecher bevorzugt Objekte auf, die leicht und schnell zugänglich sind.

Ihr Interesse gilt primär Wertgegenständen, die sich rasch zu Geld machen lassen.