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Wetterextrem

Dörfer abgeschnitten: 59 Zentimeter Neuschnee am Balkan (FOTOS)

Dörfer abgeschnitten: 59 Zentimeter Neuschnee am Balkan (FOTOS)
FOTO: x/@skomimaster
2 Min. Lesezeit |

Der Balkan versinkt im Weiß: Mit 59 Zentimetern Neuschnee im Kopaonikgebirge und Temperaturen weit unter dem Durchschnitt erlebt die Region einen historischen Kälteeinbruch.

Im Kopaonikgebirge wurden am Samstag beeindruckende 59 Zentimeter Neuschnee gemessen – ein absoluter Rekordwert für den Oktober. Bereits am Freitag hatte die Schneedecke auf dem 1710 Meter hohen serbischen Berg 49 Zentimeter erreicht. Auch der Zlatibor verzeichnete mit 35 Zentimetern einen nie dagewesenen Oktoberwert, wie Meteorologe Milos Milic auf der Plattform X mitteilte.

Der außergewöhnliche Kälteeinbruch im südlichen Balkan führte zu massiven Schneemengen in den Bergregionen. Besonders problematisch: Der schwere, nasse Schnee fiel auf Bäume, die ihr Laub noch nicht abgeworfen hatten. Die Folge waren zahlreiche Schäden an Laubbäumen und Stromleitungen. Mehrere Bergdörfer wurden durch blockierte Straßen von der Außenwelt abgeschnitten und befinden sich laut Milic in einer Notlage.

Selbst in tieferen Lagen bis hinunter auf 200 Höhenmeter fiel Schnee, wenn auch in geringeren Mengen.

Extreme Temperaturabweichungen

Die Temperaturen im gesamten Balkanraum liegen derzeit drastisch unter den saisonüblichen Werten. In Pristina (Kosovo), wo im Oktober normalerweise Durchschnittstemperaturen von 11,2 Grad und Tiefstwerte um 6 Grad herrschen, wurden in den vergangenen Tagen maximal 3 Grad gemessen.

Die ungewöhnliche Kältewelle erstreckt sich über den gesamten südlichen Balkan: Sarajevo erreichte am Freitag höchstens 8 Grad, Belgrad kam auf 7 Grad, Bukarest auf 9 Grad, und in Skopje wurden lediglich 5 bis 6 Grad verzeichnet, wie Meteonews berichtet.

Seltenes Wetterphänomen

«In einem sich ständig erwärmenden Klima sind solche historischen Kälteeinbrüche sehr selten geworden» – so die Einschätzung von Meteonews, die das Ereignis als Ausnahmeerscheinung betrachtet. Der Wetterdienst stellt fest: «In einem sich ständig erwärmenden Klima sind solche historischen Kälteeinbrüche sehr selten geworden, Hitzewellen hingegen stehen praktisch auf der Tagesordnung.»

Die aktuelle Kältephase soll noch einige Tage anhalten.

Ab dem 10. Oktober rechnen die Meteorologen wieder mit den für diese Jahreszeit typischen Herbsttemperaturen in der Region.

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KO KOSMO-Redaktion
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