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INTERVIEW

Dragana Mirkovic: “Darum fühle ich mich in Wien nicht mehr als Ausländerin!”

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(FOTO: Kosmo-Redaktion)

Eine lebende Legende beehrte vergangenen Freitag das Wiener Publikum in der Diskothek Tresor Club. Die serbische Sängerin Dragana Mirkovic hat mit ihrem Auftritt in Wien-Favoriten erneut ihren Status als Megastar des Balkans bestätigt. Im exklusiven Interview für KOSMO erzählt sie von ihren Kindern, Wien und von ihren Heimatgefühlen.

Der legendäre Balkan Club Tresor ist fünf Jahre alt geworden. Zur Feier wurde die jugoslawische Diva Dragana Mirkovic eingeladen, die den Club so richtig aufheizte. Neben Draganas zahlreichen Hits, wie „Umirem, majko“, „Sto cu cuda uciniti“, „Kad bi znao kako ceznem“ und noch vielen mehr, erwartete das Wiener Publikum eine unvergessliche Nacht.

KOSMO: Da in Wien viele unserer Landsleute leben, nehme ich an, dass Sie hauptsächlich mit ihnen Kontakte pflegen. Fühlen Sie sich also hier genauso, als wären Sie in Serbien?

Dragana Mirkovic: Natürlich. Mein Zuhause ist ebenso in Serbien wie auch in Wien. Hier habe ich viele Freunde und sogar auch Familie. Darum fühle ich mich wirklich nicht mehr als Ausländerin. Ich würde gerne eine Botschaft an alle unsere Landsleute richten, und zwar, dass ich sie sehr liebe und glücklich bin, dass so viele von uns hier sind. Das ist etwas, was mich wirklich im Herzen glücklich macht. Ich grüße euch ganz herzlich und freue mich euch immer wieder zu treffen, egal wo, in einem Shoppingcenter, in einem feinen Restaurant oder bei einem Spaziergang im Park. Es ist schön, unsere Landsleute zu sehen, das macht mir immer Freude.

KOSMO: Sie sind bereits seit Jahrzehnten einer der beliebtesten Stars unserer Bühnen und die Medien berichten ständig über Sie. Berühren Sie die verschiedenen Titel und Texte, vor allem die über Ihre Familie, nach all diesen Jahren noch immer?

Dragana Mirkovic: Ob ich will oder nicht, ich musste mich damit abfinden, dass ich als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens Gegenstand verschiedener Falschmeldungen und Desinformationen bin. Das stört mich nicht einmal so sehr wie, wenn ich sehe, dass das böswillige Meldungen sind, deren Ziel es ist, mich zu verletzen. Denn ich habe das Gefühl, dass das das Ziel und die Absicht dieser Meldungen ist. Das tut mir dann wirklich weh, denn ich kann nicht verstehen, warum mich jemand verletzen will und welchen Grund es dafür gibt. Ich frage mich immer, was ich getan habe und womit ich das verdient habe. Es überrascht mich immer wieder und ich fühle mich schlecht deswegen. Aber leider ist auch das Teil meines Jobs.

Es ist schön, unsere Landsleute zu sehen und zu treffen, das macht mir immer Freude.

Dragana Mirkovic

KOSMO: Sie haben Ihre Kinder lange aus dem öffentlichen Leben herausgehalten, aber jetzt haben Ihre Tochter und Ihr Sohn beschlossen, Instagram-Profile anzulegen. Ihre Tochter hat jedoch schnell gemerkt, dass „das öffentliche Leben nichts für sie ist“ und ihr Profil wieder gelöscht. Was ist passiert, dass sie dem öffentlichen Druck so schnell nachgegeben hat?

Dragana Mirkovic: Sie hat schnell gemerkt, dass es ihr nicht gefällt, eine Person des öffentlichen Lebens zu sein. Beide haben geglaubt, dass sie die Öffentlichkeit nicht auf dem Schrim haben würde, da sie keine Personen von öffentlichem Interesse sind und keine öffentliche Tätigkeit ausüben. Sie haben nicht erwartet, dass allein die Tatsache, dass sie die Tochter und der Sohn von Dragana Mirković sind und dass ihr Vater Toni ist, ausreicht, um sie interessant zu machen. Sie haben ihre Instagram-Profile nur eröffnet, um sich frei zu fühlen wie alle jungen Menschen, die frei sind und Instagram-Profile haben. Nach einigen Tagen gerieten sie aber schon auf die Titelseiten der Regenbogenpresse und verschiedener Portale und das mochten sie nicht. Ich bin deswegen stolz auf sie und möchte nur sagen, dass ich wirklich wunderbare junge Menschen aufgezogen habe, die noch echte Werte haben. Das ist eigentlich mein größter Reichtum und Erfolg.

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“Mein Zuhause ist ebenso in Serbien wie auch in Wien.” (FOTO: Kosmo-Redaktion)

KOSMO: Haben Ihre Kinder vielleicht Ihr gesangliches Talent geerbt und planen sie vielleicht, sich wie auch Sie der Musik zu widmen?

Dragana Mirkovic: Ich muss nicht darüber nachdenken, ob sie Talent haben. Ich weiß, dass sie viel Talent haben. Das sage ich nicht deshalb, weil sie meine Kinder sind, sondern weil sie wirklich musikalisch talentiert sind. Gleichzeitig bin ich sehr glücklich darüber, dass sie das nicht übermäßig interessiert. An mir haben sie gesehen, was es bedeutet, im öffentlichen Leben zu stehen. Daher bezweifle ich sehr, dass sie gerne denselben Weg gehen werden. Wenn sie es jedoch wollen, werde ich ihnen immer helfen, aber ich werde mir auch, wie wohl jede Mutter, Sorgen machen. Das geht Hand in Hand. Ich hoffe also wirklich, dass sie keine Bühnenberufe ergreifen werden, und wenn sie es doch wollen, werde ich es hoffentlich überleben (lacht).

KOSMO: Kann das Wiener Publikum im kommenden Jahr eine große Konzertveranstaltung von Ihnen erwarten?

Dragana Mirkovic: Das würde mich sehr freuen. Ich mag gerne schöne Dinge ankündigen und heute kündige ich exklusiv ein wunderbares Konzert mit meiner lieben Kollegin, vor allem aber Freundin Lepa Brena am 13. Mai in Pyramide Wien an. Ich glaube, das wird ein sehr schönes Event. Ich bin für den künstlerischen Teil und das wunderbare menschliche Verhältnis zum Publikum, aber auch für die gute Atmosphäre zuständig.

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