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FAMILIEN-DRAMA

Dreifachmord an eigenen Kindern: Mutter gesteht grausame Details

(FOTOS: privat, zVg.)

Der Dreifachmord einer Mutter an ihren eigenen Kindern in Wien erschüttert das Land. Im Kripo-Verhör packte die Frau nun schockierende Details über den Todeskampf ihrer ältesten Tochter aus.

Das Gewaltverbrechen einer Mutter an ihren zwei kleinen Töchtern (3 und 9) und ihrem erst 8 Monate alten Sohn sorgte – wie KOSMO berichtete – in der Donaustadt für Fassungslosigkeit. Nach der Tat wurde die tatverdächtige Mutter von der Polizei mitgenommen und  sitzt in Wien Josefstadt in U-Haft. In den stundenlangen Verhören durch die Kripo schluchzte die Mutter fast unaufhörlich und erzählte schockierende Details über die Tat.

In der Familie mit nepalesischen Wurzeln soll es schon länger Spannungen gegeben haben: Nur wenige Wochen vor der Tat wurde der Vater nach einem heftigen Streit aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen. Das Betretungsverbot wurde jedoch nach 14 Tagen auf Wunsch seiner Frau wieder aufgehoben und der Mann zog am 15. Oktober wieder zuhause ein.

„Zuletzt glaubte sie auch, dass ich ihr Gift ins Essen mische.“

Das sagte der 43-jährige Ehemann der Verdächtigen über seine Frau aus

Verdächtige fürchtete Gift-Anschlag
Nicht einmal 24 Stunden nach der Versöhnung kam es allerdings neuerlich zu einem heftigen Streit zwischen dem Mann (43) und der Frau (31), deren Ehe arrangiert worden war: „Meine Frau war plötzlich der Meinung, dass ich eine Beziehung mit ihrer Schwester beginnen möchte. Diese lebt allerdings in Indien, ist selbst verheiratet und hat zwei Kinder“, so der Mann.

Einige Zeit später war sie offenbar der Überzeugung, dass ihr Mann sie mit ihrer Tante aus Nepal betrüge, was er allerdings als absurd von sich weist und einen Einblick in das Eheleben gibt: „Zuletzt glaubte sie auch, dass ich ihr Gift ins Essen mische.“ Wie bereits bekannt war, soll die Mutter bereits seit geraumer Zeit unter psychischen Problemen gelitten haben.

Verdächtige: „Ich hatte Angst und wollte nicht ohne die Kinder sein.“
Am Abend vor der Tat eskalierte die Lage neuerlich, wie die Verdächtige bei der Polizei erzählte: „Mein Mann hat mir erklärt, dass er mir die Kinder wegnehmen und mich zurück nach Nepal schicken wird. Ich war verzweifelt. Ich beschimpfte ihn, woraufhin er die Wohnung verließ. Ich hatte Angst und wollte nicht ohne die Kinder sein..“

Aus purer Verzweiflung soll die 31-Jährige dann noch in der selben Nacht beschlossen haben, ihre Kinder zu töten.

„Sie schlug mit ihren Händen um sich und kratzte mich im Gesicht. Ich drückte daraufhin fester zu – so lange, bis auch sie ganz ruhig wurde.“

Unter Tränen schildert die Mutter im Kripo-Verhör ihre grausame Verzweiflungstat

„Sie wurden irgendwann still“
Unter Tränen schilderte die Nepalesin im Verhör ihren Verzweiflungsakt: „Ich holte ein gelbes Kissen aus dem Gitterbett, ging zu den Kindern und drückte es auf das Gesicht des Kleinen. Irgendwann hörte ich auf und machte dasselbe bei meinem anderen Kind im Ehebett. Sie sind nicht aufgewacht, sie wurden nur irgendwann still.“

Unbeschreiblich dramatisch müssen hingegen die letzten Minuten im Leben der ältesten, neunjährigen Tochter gewesen sein: „Sie wachte auf und wehrte sich mit aller Kraft“, erinnert sich die Dreifach-Mama an den Todeskampf des Mädchens. „Sie schlug mit ihren Händen um sich und kratzte mich im Gesicht. Ich drückte daraufhin fester zu – so lange, bis auch sie ganz ruhig wurde.“

Laut eigener Aussage ging die Verdächtige anschließend tieftraurig in die Küche und wollte Suizid begehen, was misslang. Mit dem Handy der ältesten Tochter („meines hatte ich im Streit an die Wand geschleudert“) alarmierte sie Stunden später die Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Verteidiger Höllwarth: „Sie wirkt desorientiert“
Der Wiener Strafrechtsexperte Florian Höllwarth soll laut „Heute“ den Fall vor knapp einer Woche übernommen haben: „Ich kann zu den Details noch nicht Bezug nehmen, da mir der Ermittlungsakt der Polizei noch nicht vorliegt. Nach der heutigen Haftvisite kann ich nur sagen, dass meine Klientin völlig desorientiert und gebrochen wirkt. Aufschluss über die Hintergründe der Tat wird erst das psychiatrische Gutachten geben“, so der Anwalt der Verdächtigen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

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