Paradiesische Strände, aber gefährliches Pflaster: Die Philippinen führen den neuen globalen Reisesicherheitsindex an – als riskantestes Urlaubsziel weltweit.
In Zeiten globaler Spannungen gewinnt die sorgfältige Reiseplanung zunehmend an Bedeutung. Die Finanzvergleichswebsite Hellosafe hat nun einen umfassenden Reisesicherheitsindex veröffentlicht, der auf 35 verschiedenen Kriterien in fünf Hauptkategorien basiert: Naturkatastrophen, gesellschaftliche Gewalt, bewaffnete Konflikte, Gesundheitsinfrastruktur und Militarisierung.
Die Philippinen führen die Liste der gefährlichsten Reiseziele an, dicht gefolgt von Kolumbien und Mexiko – beide Länder kämpfen mit hohen Kriminalitätsraten und einer besorgniserregenden Anzahl an Entführungen. Trotz dieser alarmierenden Einstufung bleibt der südostasiatische Inselstaat ein beliebtes Urlaubsziel und verzeichnet jährlich Millionen von Besuchern.
Besonders problematisch auf den Philippinen sind die gesellschaftliche Gewalt und die Naturgefahren durch die Lage im Pazifischen Feuerring. Ein drastisches Beispiel für die Sicherheitsrisiken lieferte der Fall des YouTubers Elliot Oneil Eastman, der von der Terrorgruppe Abu Sayyaf entführt wurde.
Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede: Die südlichen Regionen Mindanao, das Sulu-Archipel und Teile der Zamboanga-Halbinsel gelten laut aktuellen Reisehinweisen als besonders gefährlich. Hier sind islamistische Terrorgruppen aktiv, und es kommt regelmäßig zu Anschlägen und Entführungen. Für Touristen wesentlich sicherer sind dagegen die beliebten Urlaubszentren wie Boracay, Palawan und Cebu, für die keine spezifischen Reisewarnungen bestehen.
Diese Differenzierung erklärt auch, warum die Philippinen trotz ihrer Einstufung als riskantestes Reiseland weiterhin zahlreiche Besucher anziehen. Besonders in der Hauptreisezeit im April sind Strände und Inseln wie Boracay und El Nido stark frequentiert und Unterkünfte frühzeitig ausgebucht.
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Gefährlichste Reiseziele
Kolumbien und Mexiko, die Plätze zwei und drei der gefährlichsten Reiseziele belegen, stehen vor allem wegen ihrer hohen Gewaltstatistiken in der Kritik. US-Behörden raten von Reisen in bestimmte Regionen dieser Länder ausdrücklich ab.
Die Top 5 der risikoreichsten Destinationen vervollständigen Indien und Russland – bei Indien spielen besonders die anhaltenden Spannungen in Kaschmir eine Rolle, während bei Russland der fortdauernde Krieg mit der Ukraine ausschlaggebend ist.
Sichere Alternativen
Im erfreulichen Gegensatz dazu präsentiert die Studie Island als sicherstes Reiseland weltweit, gefolgt von Singapur und Dänemark. Auch in Europa können sich Reisende besonders in Slowenien und Kroatien sicher fühlen.
Die Rangliste der gefährlichsten Länder wird von den Philippinen, Kolumbien und Mexiko angeführt, während Island, Singapur und Dänemark die Liste der sichersten Reiseziele dominieren.