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Führungswechsel

Paukenschlag bei der SPÖ: Babler zieht sich zurück

Paukenschlag bei der SPÖ: Babler zieht sich zurück
(FOTO: EPA / OLIVIER HOSLET)
2 Min. Lesezeit |

Ein angekündigter Rückzug, eine Übergangslösung und eine weiterhin offene Nachfolge: Die SPÖ steht vor einem tiefgreifenden Machtwechsel.

Andreas Babler wird seine Funktionen als SPÖ-Chef und Vizekanzler schrittweise abgeben. Bis Anfang 2027 will er den Übergang begleiten, danach soll Finanzminister Markus Marterbauer das Vizekanzleramt übernehmen. In der Partei sollen zunächst Klubobmann Philip Kucher und Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner die Führung übernehmen.

Bablers Rückzug

Nach einer rund vierstündigen Aussprache mit den Landesparteivorsitzenden und weiteren Spitzenvertretern kündigte Babler am Sonntagabend die personelle Neuaufstellung an. Er begründete seinen Schritt mit dem Wunsch nach mehr Geschlossenheit innerhalb der Partei. „Ich habe mir bei der Übernahme des Parteivorsitzes geschworen anders zu sein – nicht persönliches Interesse in den Vordergrund sondern das Wohl der Bewegung vor alles andere zu stellen“, erklärte Babler.

Auch die öffentlichen Personaldebatten der vergangenen Wochen sprach er direkt an. Diese müssten enden, betonte der SPÖ-Chef. Ziel sei es, die Partei wieder stärker auf ihre politische Arbeit zu konzentrieren.

Wer übernimmt die SPÖ?

Mit dem Wechsel an der Spitze des SPÖ-Regierungsteams sollen Kucher und Holzleitner die Partei bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden führen. Wer Babler langfristig an der Parteispitze nachfolgt, ist damit weiterhin offen.

Zu den Interessenten zählt Medienmanager Gerhard Zeiler, der zuletzt öffentlich seine Ambitionen auf den SPÖ-Vorsitz bekräftigt hatte. Er will die Partei wirtschaftsfreundlicher positionieren und gleichzeitig die bestehende Regierungskoalition fortsetzen.

Reaktionen aus der Politik

Auch die Koalitionspartner reagierten auf die Entwicklungen. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) machte deutlich, dass parteiinterne Auseinandersetzungen die Regierungsarbeit nicht beeinträchtigen dürften. Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner kommentierte die Situation mit den Worten: „Es hilft jedenfalls nicht.“ Die FPÖ nahm die Krise zum Anlass, erneut Neuwahlen zu fordern.

Damit ist zwar der Fahrplan für Bablers Rückzug abgesteckt, die entscheidende Personalfrage aber noch nicht beantwortet: Wer die SPÖ dauerhaft führen wird, muss erst im weiteren parteiinternen Prozess entschieden werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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