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FORDERUNGEN

Erhöhung des AMS-Geldes? Arbeitslose kommen mit Beihilfen nicht aus

Erhöhung des AMS-Geldes? Arbeitslose kommen mit Beihilfen nicht aus
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Zwei neue Studien im Auftrag der Arbeiterkammer Wien verdeutlichen, wie belastend Arbeitslosigkeit für die Betroffenen ist.

Die aktuellsten Studien, die von der Arbeiterkammer Wien in Auftrag gegeben wurden, legen ernüchternde Zahlen zur Arbeitslosigkeit offen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, waren im September etwa 355.000 Menschen in Österreich ohne Arbeit, was einem Anstieg von fast elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zusätzlich zu dieser Entwicklung ist die Zahl der angemeldeten Firmenpleiten seit Jahresbeginn um 23 Prozent auf nahezu 5.000 gestiegen.

Die Prognosen für eine wirtschaftliche Erholung bleiben bis 2025 pessimistisch. Laut dem Internationalen Währungsfonds kann erst dann mit einem Wachstum von 1,1 Prozent gerechnet werden, was das Ende der Rezession für die heimische Wirtschaft markieren könnte.

Die Lage der Arbeitslosen gestaltet sich als sehr belastend. Einer Umfrage zufolge können 54 Prozent von ihnen nicht von der Arbeitslosen- oder Notstandshilfe leben. Weitere 38 Prozent sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, trotz staatlicher Unterstützungen finanziell über die Runden zu kommen. Bemerkenswert ist dabei, dass 18 Prozent gezwungen sind, auf ihre Ersparnisse zurückzugreifen oder Besitztümer zu verkaufen, um den Lebensunterhalt zu sichern. Zudem borgen sich 27 Prozent bei Freunden oder der Familie Geld oder benötigen die Unterstützung ihres Partners. Insgesamt müssen neun von zehn Arbeitslosen aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten erhebliche Einsparungen vornehmen.

Besonders betroffen sind dabei Ausgaben für Kleidung und Schuhe (79 Prozent), Lebensmittel (68 Prozent) und Energieverbrauch (44 Prozent). Über die Hälfte der Befragten gab an, aufgrund finanzieller Engpässe mindestens einmal Rechnungen nicht pünktlich bezahlt zu haben. Besonders beunruhigend ist, dass 40 Prozent ihre Miete oder Betriebskosten nicht fristgerecht begleichen konnten.

Auswirkungen

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen wirkt sich Arbeitslosigkeit auch gesundheitlich nachteilig aus. Die Arbeiterkammer berichtet, dass sich der Gesundheitszustand von 44 Prozent der Befragten verschlechtert hat. Ebenso sehen 36 Prozent negative Folgen für ihre Kinder, die teilweise ihre Ausbildungen abbrechen mussten.

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Vor dem Hintergrund dieser alarmierenden Ergebnisse fordert die Arbeiterkammer erneut eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes von derzeit 55 Prozent auf 70 Prozent des letzten Nettogehalts. Außerdem wird eine signifikante Erhöhung des seit 2001 unveränderten Familienzuschlags von 0,97 Euro pro Tag gefordert. Die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung sollten laut der Arbeiterkammer an die Inflation angepasst werden.

Zudem lehnen die Arbeitnehmervertreter eine Senkung des Arbeitgeberbeitrags zum Insolvenz-Entgelt-Fonds entschieden ab, da dies die Absicherung von Unternehmen und Beschäftigten im Falle eines Konkurses gefährden könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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