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Großeinsatz

Ersthelfer retten vier Personen aus brennendem E-Auto (FOTOS)

Ersthelfer retten vier Personen aus brennendem E-Auto (FOTOS)
FOTO: Facebook/FF Sittendorf
3 Min. Lesezeit |

Frontalcrash, Flammen, dramatische Rettung: Ein Elektroauto krachte in Niederösterreich gegen einen Baum und fing sofort Feuer. Die Insassen überlebten dank schneller Hilfe.

In Sittendorf im niederösterreichischen Bezirk Mödling ereignete sich am Dienstagabend ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Elektroauto. Die Fahrerin verlor aus noch unbekannten Gründen die Kontrolle über ihr Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Nach dem Aufprall fing das Elektroauto sofort Feuer. Die Lenkerin konnte sich selbständig aus dem brennenden Fahrzeug befreien und half anschließend auch ihrem Beifahrer ins Freie. Die beiden Insassen auf der Rückbank wurden durch das schnelle Handeln von Ersthelfern rechtzeitig aus dem brennenden Wrack gerettet.

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Umfangreiche Rettungsaktion

Die Rettungskette wurde umgehend in Gang gesetzt. Die Rettungsleitstelle Notruf Niederösterreich schickte zahlreiche Einsatzkräfte zum Unfallort: Die Notarzthubschrauber C9 und C33 des ÖAMTC, mehrere Notarzteinsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes aus Mödling und Schwechat sowie Rettungsteams des Samariterbundes Gaaden, des Roten Kreuzes Alland und den Bezirkseinsatzleiter aus Mödling. Zur Menschenrettung und Brandbekämpfung wurden die Feuerwehren Sittendorf, Gaaden, Sulz und Sparbach alarmiert. Alle vier Fahrzeuginsassen erlitten teils schwere Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert, teilweise per Hubschrauber.

📍 Ort des Geschehens

Spezielle Löscharbeiten

Nachdem die Personenrettung abgeschlossen war, konzentrierten sich die Feuerwehren auf die Löscharbeiten. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Wegen der speziellen Risiken bei brennenden Elektrofahrzeugen wurde zusätzlich die Feuerwehr Brunn am Gebirge mit einem Wechselladefahrzeug und einer speziellen Löschmulde angefordert. Das ausgebrannte Fahrzeugwrack wurde mit einem Kran in die wassergefüllte Mulde gehoben, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Erhöhtes Risiko bei E-Auto-Bränden

Bei Unfällen mit Elektrofahrzeugen besteht ein besonderes Gefahrenpotenzial, da die Lithium-Ionen-Akkus nach Beschädigungen thermisch instabil werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen kann es bei E-Autos zum sogenannten „Thermal Runaway“ kommen – einer sich selbst verstärkenden Kettenreaktion in den Batteriezellen. Die Feuerwehren in Niederösterreich sind für solche Szenarien speziell ausgebildet und verfügen über die entsprechende Ausrüstung.

„Das vollständige Untertauchen des Fahrzeugs in der wassergefüllten Löschmulde ist notwendig, da sich die Batterien auch Stunden nach dem ersten Brand wieder entzünden können“, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr Brunn am Gebirge. Diese spezielle Löschmethode hat sich bei E-Auto-Bränden als besonders wirksam erwiesen.

Die Polizei hat Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

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KO KOSMO-Redaktion
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