Vom Warmlaufenlassen bis zur Überladung – alltägliche Gewohnheiten am Steuer können die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs drastisch verkürzen und teure Reparaturen verursachen.
Zehn Fahrgewohnheiten
Wer sein Fahrzeug liebt, sollte bestimmte Praktiken unbedingt vermeiden. Wie das Fachportal „Carbuzz“ in einer Analyse aufzeigt, gibt es mindestens zehn weit verbreitete Fahrgewohnheiten, die Modelle wie BMW, Volkswagen, Toyota, Renault oder Peugeot vorzeitig altern lassen – und damit empfindliche Löcher ins Haushaltsbudget reißen können.
Der wohl bekannteste Irrglaube betrifft das Warmlaufenlassen des Motors im Leerlauf. Entgegen der landläufigen Meinung erwärmt sich der Motor ohne Last deutlich langsamer. Wie HAK Revija berichtet, bringt man den Motor am besten durch behutsames Losfahren auf Betriebstemperatur – der Leerlauf verlängert diesen Prozess nur unnötig.
Bei Automatikfahrzeugen sollten Fahrer tunlichst darauf verzichten, mit dem linken Fuß zu bremsen. Diese Angewohnheit führt zu einer Doppelbelastung, wenn gleichzeitig mit dem rechten Fuß Gas gegeben wird – das Getriebe leidet und der Verschleiß steigt merklich an.
Auch bei Schaltgetrieben lauern Fallen: Eine übermäßig beanspruchte Kupplung altert vorzeitig. Die goldene Regel lautet daher, die Kupplung ausschließlich beim Anfahren und Gangwechsel zu betätigen – und sonst konsequent in Ruhe zu lassen.
⇢ Japan dominiert die Ewigkeits-Liste: Diese Motoren halten ewig
Schädliche Bremsgewohnheiten
Permanentes Bremsen zur Geschwindigkeitsregulierung ist ein weiteres Alarmzeichen für falsche Fahrweise. Die Folge: überhitzte und schnell verschleißende Bremsbeläge. Stattdessen empfiehlt sich vorausschauendes Fahren mit rechtzeitigem Gaswegnehmen oder bei Bedarf das Herunterschalten in einen niedrigeren Gang.
Bodenschwellen mit überhöhter Geschwindigkeit zu nehmen, kann Felgen und Fahrwerk nachhaltig schädigen. Ähnlich problematisch: das Ausreizen der Höchstgeschwindigkeit mit kaltem Motor. Zwar haben die meisten Hersteller Sicherheitsreserven eingebaut, dennoch sollte man erst nach angemessener Warmlaufphase die volle Leistung abrufen.
Überfüllen des Tanks ist ebenfalls tabu. Läuft Kraftstoff über, drohen Schäden an anderen Fahrzeugkomponenten. Gleichzeitig gilt: Ein Auto will bewegt werden. Mindestens einmal pro Woche sollte man ausfahren, um Reifenstandschäden vorzubeugen, Kleintiere fernzuhalten und Rostbildung an den Bremsscheiben zu vermeiden.
Belastung und Aufmerksamkeit
Die Überladung eines Fahrzeugs belastet Fahrwerk, Reifen und Stoßdämpfer übermäßig. Der Motor muss härter arbeiten, was den Spritverbrauch in die Höhe treibt. Jedes Fahrzeug ist für eine maximale Zuladung konzipiert – wer diese überschreitet, riskiert erhöhten Verschleiß aller Komponenten.
Nicht zuletzt gefährdet Unaufmerksamkeit nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Fahrzeuggesundheit.
Wer während der Fahrt Mitfahrer anschaut oder aufs Handy blickt, übersieht leicht Schlaglöcher oder Hindernisse – mit potenziell kostspieligen Folgen für das Fahrwerk.