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Frischer Wind aus Bosnien: Indisches Unternehmen investiert in Windpark

Bosnien-Herzegowina setzt vermehrt auf Windenergie. (Foto: iStock)

Das zur indischen Suzlon-Gruppe gehörende Unternehmen Suzlon Wind Energy BH hat eine Konzession für den seit Längerem geplanten Bau des Windparks Ivan Sedlo erhalten.

Windkraft könnte bald Bosnien-Herzegowinas künftig von dem traditionell von Braunkohle und Wasserkraft dominierten Energiemix ablösen. Etwa 60 Prozent des bosnischen Stroms werden aus Kohlekraftwerken gewonnen, der Rest stammt aus Wasserkraft. Das Land strebt eine Diversifizierung seiner Energiequellen an. Zwar gibt es zahlreiche Windparkprojekte, Strom hat jedoch bisher keines von ihnen erzeugt, laut Germany Trade&Invest.

Studien zum Thema Windkraft bestätigen dem Balkan-Land ein üppiges Potenzial. Als besonders windreich gilt die Region in der Herzegowina. Ein indisches Unternehmen scheint die Perspektiven erkannt zu haben. Das zur indischen Suzlon-Gruppe gehörende Unternehmen Suzlon Wind Energy BiH hat die Genehmigung für den Bau eines 25,2 Megawatt (MW) großen Windparks in Bosnien-Herzegowina erhalten.

Die Genehmigung für das indische Unternehmen wurde für einen Zeitraum von 30 Jahren vergeben, mit der Möglichkeit, sie zu verlängern. Der Windpark, bestehend aus 12 Turbinen mit jeweils 2,1 MW Kapazität, wird in Hadzici, einem Vorort der bosnischen Hauptstadt Sarajevo, errichtet. Die Kosten für die Entwicklung des Projekts werden, laut Reuters, auf 30 Millionen Euro geschätzt.

Suzlon Wind Energy BH mit Sitz in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo ist eine Tochtergesellschaft des indischen Anbieters für erneuerbare Energien Suzlon Energy Ltd., die in 18 Ländern weltweit vertreten ist. „Dies ist unser erstes Energieprojekt aus erneuerbaren Energiequellen und wir hoffen, dass es umgesetzt wird“, sagte Muharem Sabic, Wirtschaftsminister des Kantons Sarajevo.