Taylor Swift hat sich erstmals öffentlich zu den Sicherheitsbedrohungen während ihrer Tournee geäußert. In einer neuen Dokumentation spricht die US-Sängerin über den tödlichen Messerangriff im britischen Southport sowie den verhinderten Terroranschlag auf ihre Wien-Konzerte im vergangenen Jahr. Die emotional aufwühlenden Szenen zeigen die Künstlerin wiederholt in Tränen und offenbaren ihre tiefe Verunsicherung durch diese Vorfälle.
Vor ihrem ersten Wembley-Auftritt, aufgezeichnet im Londoner Rosewood Hotel, beschreibt Swift ihre Ängste: „Es ist ein unheimliches Gefühl, in diese letzten fünf Shows in Europa zu gehen, weil es sich irgendwie anfühlt (…) das ist die erste, bei der ich das Gefühl habe, dass ich auf dünnem Eis laufe.“ Besonders die Ereignisse rund um die geplanten Wien-Konzerte haben die Künstlerin erschüttert.
Verhinderte Anschläge
Bezüglich der Vorfälle in Wien im August 2024 erklärt die Sängerin: „Wir haben eine Reihe sehr gewalttätiger und beängstigender Dinge rund um die Tour erlebt – wir haben eine Massaker-Situation nur knapp vermieden.“ Ein 18-Jähriger wurde inzwischen wegen der Anschlagspläne auf das Wiener Konzert zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. In der Dokumentation erwähnt Swift: „Die Dreharbeiten für die Disney+ Dokuserie sollten in Wien starten, bevor der Anschlag vereitelt wurde.“
Mit sichtbarer Betroffenheit fügt sie hinzu: „Ich habe mich in letzter Zeit sehr gejagt gefühlt. 100 Prozent – Menschen haben vergessen, dass ich ein menschliches Wesen bin.„
Mentale Belastung
Die Dokumentation gewährt auch Einblicke in Swifts Umgang mit der Belastung vor Auftritten. Vor ihrem Wembley-Konzert sagt sie: „Ich werde heute Abend einige dieser Familien treffen (…) Ich werde lächeln, damit das alles vorher herauskommt, bevor du auf die Bühne gehst.“ Dabei betont sie ihren Anspruch, die eigenen Ängste vom Publikum fernzuhalten: „Wenn du der Ringleader der Show bist, können sie jede energetische Verschiebung in dir spüren.„
Um sich zu beruhigen, hört Swift backstage Selbsthilfe-Aufnahmen. „Ich habe seit zwanzig Jahren performt – aus mentaler Sicht immer mit der Angst, dass jederzeit etwas passieren könnte … Das ist eine neue Herausforderung,“ gesteht die Sängerin.
Der Film erscheint kurz vor der Veröffentlichung von „Our Girls: The Southport Families“, einer Produktion, in der Angehörige der in Southport getöteten Mädchen ihre Erinnerungen und Erfahrungen teilen.