Start Politik Gas-Exporte verboten: Ungarn ruft Energie-Notstand aus
UNGARISCHE MASSNAHMEN

Gas-Exporte verboten: Ungarn ruft Energie-Notstand aus

FOTO: iStock/ Orsolya Hering, Bet_Noire

Der ungarische Verteidigungsminister Krysztof Szalay-Bobrovniczky erteilt einen Befehl, die Streitkräfte auf eine höhere Bereitschaftsstufe zu versetzen.

Der Grund für diesen Schritt liegt im Krieg in den Nachbarländern und gewalttätigen illegalen Migranten, die die Grenze belagern, so Shalai-Bobrovnicki. Er fügte hinzu, dass Nationen in ganz Europa vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Großbritannien habe angekündigt, seine Streitkräfte zu mobilisieren, die Slowakei rufe den Ausnahmezustand aus und Polen erhöhe die Kampfbereitschaft, sagte der ungarische Minister, und gerechtfertigte damit die Notwendigkeit der eigenen Bewaffnung. Dies bedeutet, fügte er hinzu, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Übungen der Armee stattfinden werde.

Der Export von Energieprodukten wird verboten

Die Regierung des ungarischen Premierministers Viktor Orban hat heute ein Exportverbot für Energieprodukte angeordnet und die Preisgrenze für überdurchschnittlichen Energieverbrauch in Haushalten abgeschafft.

Die ungarische Regierung hat den Ausnahmezustand im Energiesektor ausgerufen. Die Maßnahmen, die heimische Gasproduktion von 1,5 Milliarden auf zwei Milliarden Kubikmeter erhöhen wollen, werden ab August in Kraft treten. So wird eine kontinuierliche Energieversorgung im Winter sichergestellt.

Der Einsatz des bestehenden Kernkraftwerks wird verlängert und die Regierung hat den Außenminister ermächtigt, zusätzliches Gas zu kaufen.

Zusätzliche Gaslieferungen

Die ungarischen Behörden haben Verhandlungen mit anderen Ländern über den Kauf zusätzlicher Gasmengen aufgenommen, sagte der Außenminister Peter Szijjarto auf einer Pressekonferenz.

„Ich habe den Premierminister (Viktor Orban) heute Morgen darüber informiert, dass wir Handelsverhandlungen über den Kauf zusätzlicher Gasmengen zusätzlich zu unseren bestehenden langfristigen Verträgen aufgenommen haben.“, sagte Sijjarto, jedoch ohne Einzelheiten zu den Lieferanten und Gasmengen.

Zu betonen ist, dass Ungarn das Embargo für russische Gaslieferungen ablehnt und gar nicht darüber diskutieren will, bestätigte Szijjarto.