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Pflegealltag

Wegen Kopftuch für Putzfrau gehalten: Pflegerin kämpft gegen Vorurteile

Wegen Kopftuch für Putzfrau gehalten: Pflegerin kämpft gegen Vorurteile
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Vorurteile im Pflegealltag, ein Krankenhaus im Rücken und eine junge Frau, die daraus eine Bewegung macht.

Elif Yildiz ist 24 Jahre alt, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und trägt seit ihrem 18. Lebensjahr ein Kopftuch. Aufgewachsen im Tiroler Unterland als Tochter türkischer Einwanderer, identifiziert sie sich mit ihrem Beruf und ihrer Ausbildung gleichermaßen. Doch der Arbeitsalltag konfrontiert sie regelmäßig mit Vorurteilen, wie sie der Tiroler Tageszeitung schildert.

Nicht selten wird sie allein aufgrund ihres Kopftuchs für eine Reinigungskraft gehalten. Entmutigen lässt sie sich davon nicht – im Gegenteil: Yildiz setzt sich aktiv für mehr Akzeptanz und Verständnis ein.

Alltägliche Vorurteile

„Menschen begegnen mir mit mehr Vorsicht und Distanz als meinen Kolleginnen ohne Hijab“, sagt Yildiz. Konkret äußert sich das etwa darin, dass ihr wiederholt aufgetragen wird, Böden zu wischen. Dennoch begegnet sie ihrem Umfeld mit Offenheit und beantwortet auch persönliche Fragen, sofern das Interesse aufrichtig ist.

Grenzen zieht sie dort, wo Bemerkungen unangemessen werden – und dabei steht ihr Arbeitgeber hinter ihr. „Das Krankenhaus steht hinter mir“, betont Yildiz.

Nurse des Vertrauens

Unter dem Profilnamen „Nurse des Vertrauens“ betreibt sie einen Social-Media-Account, über den sie Einblicke in ihren Berufsalltag gibt und gezielt Angehörige der muslimischen Community anspricht und ermutigt. Bei den Tirol Kliniken sind seither mehr Bewerbungen aus der muslimischen Community eingegangen, was Johannes Schwamberger, Sprecher der Tirol Kliniken, ausdrücklich begrüßt.

Yildiz selbst beschreibt, wie die Rückmeldungen, die sie erhält, ihr Kraft geben. „Ich weiß, dass ich etwas verändern kann“, sagt sie – und ergänzt: „Offenheit ist aber keine Einbahnstraße.“

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KO KOSMO-Redaktion
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