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BESORGNISERREGEND

Gesundheitsrisiko: Forscher finden Gift in Tampons

TAMPONS_BINDEN
(FOTO: iStock)

Tampons könnten mehr als nur eine bequeme Lösung während der Menstruation darstellen. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung der UC Berkeley deckte auf, dass in diesen Hygieneprodukten giftige Metalle wie Blei, Arsen und Kadmium vorhanden sein können. Dies löst Besorgnis über die potenziellen Gesundheitsrisiken aus, die mit der monatlichen Verwendung dieser Produkte einhergehen könnten.

Die Forschungsgruppe an der kalifornischen Universität analysierte 30 Tampons von 14 unterschiedlichen Marken auf den Gehalt von 16 Metallen. Zu den untersuchten Metallen gehörten unter anderem Arsen, Blei und Quecksilber. Die Ergebnisse zeigten, dass unabhängig vom Herstellungsort (USA vs. EU/Großbritannien), der Art des Anbaus (biologisch oder konventionell) oder der Markenzugehörigkeit (Handels- oder Eigenmarke) in allen Tampon-Typen Metalle nachweisbar waren. Besonders hervorzuheben ist, dass Tampons aus konventionellem Anbau höhere Bleikonzentrationen aufwiesen, während die Arsenwerte in den biologisch produzierten Produkten höher lagen.

Die Studie wirft zentrale Fragen bezüglich der Sicherheit dieser alltäglich genutzten Produkte auf. Da die Vaginalschleimhaut Chemikalien im Vergleich zur äußeren Haut effektiver aufnehmen kann, ist das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch Kontamination mit toxischen Metallen nicht zu unterschätzen. Zu den möglichen Folgen gehören Erkrankungen wie Demenz, Unfruchtbarkeit, Diabetes und Krebs. Darüber hinaus können diese Metalle schädliche Auswirkungen auf Leber, Nieren, Gehirn sowie das Herz-Kreislauf-, Nerven- und Hormonsystem haben.

Ursprung der Kontamination

Die Herkunft der Metalle in den Tampons kann vielfältig sein. Einerseits kann das verwendete Baumwollmaterial die Metalle aus Wasser, Luft oder Boden aufnehmen, vor allem wenn die Baumwollfelder in der Nähe von industriellen Anlagen mit entsprechender Emission liegen. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass einige Metalle während des Herstellungsprozesses absichtlich eingesetzt werden, etwa als Teil von Farbpigmenten, Bleichmitteln, antibakteriellen Mitteln oder anderen Zusätzen.