Ein mutmaßlicher Raubversuch in Wien-Mariahilf endete für den Täter mit einer Festnahme – dank eines beherzten Lehrers und eines Vaters, die den flüchtenden Angreifer stellten.
Eine 63-jährige Frau wurde am Freitag gegen 13.15 Uhr in Wien-Mariahilf Opfer eines mutmaßlichen Raubversuchs. Der Vorfall ereignete sich auf dem Gehsteig in der Stumpergasse, wo ein Mann die Seniorin zu Boden stieß und mit Fäusten attackierte. Anschließend versuchte der Angreifer, der Frau sowohl ihre Handtasche als auch eine Goldkette zu entreißen.
Der Überfall blieb nicht unbemerkt. Ein Lehrer, der mit seiner Schulklasse in der Nähe unterwegs war, erkannte die Situation und nahm gemeinsam mit dem Vater einer Schülerin die Verfolgung des flüchtenden Täters auf. In der Brückengasse stürzte der Verdächtige im Bereich eines Schutzweges, woraufhin die beiden Männer ihn bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte festhalten konnten. Eine weitere Augenzeugin alarmierte währenddessen den Polizeinotruf.
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Festnahme des Täters
Beamte der Polizeiinspektion Kopernikusgasse nahmen den Verdächtigen fest. Bei ihm handelt es sich um einen 43-jährigen serbischen Staatsangehörigen, der den Behörden bereits bekannt ist. Nach Informationen des Landeskriminalamts wurde der Mann bereits mehrfach im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten im Wiener Stadtgebiet registriert. Der Verdächtige streitet die Tat ab und spricht von einem Missverständnis.
Die 63-Jährige musste nach dem Angriff von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus transportiert werden.
Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.