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MILDES URTEIL

Haftstrafe für den Mörder von Saban Saulic verkürzt

(FOTOS: iStock/ huettenhoelscher, Screenshot, Instagram)

Das Gericht in Deutschland hat die Freiheitsstrafe für den Mann, der den „König der Folk-Musik“ Saban Saulic bei einem Verkehrsunfall getötet hat, um drei Monate verkürzt, weil der Prozess so lange gedauert hat.

Der türkische Staatsbürger Alsin Levent wurde ursprünglich zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt, aber das Strafmaß ist nach der Meinung vieler Beteiligter unzureichend.

Die Familie des getöteten Folk-Stars hat sich nun zum ersten Mal nach dem skandalös milden Urteil des Amtsgerichts Gütersloh zu Wort gemeldet, berichtet die „Republika“.

„Wir sind schockiert. Es geht nicht darum, dass Saban berühmt war, es geht darum, dass er Ehemann, Vater und Großvater war… Wir gehen gegen das Urteil in Berufung. Wir wollten an der Verhandlung nicht teilnehmen, wir konnten einfach nicht. Aber wir können nicht begreifen, dass das deutsche Rechtssystem keine Achtung für das Leben eines Menschen zeigt“, heißt es in der Mitteilung der Familie Saulic.

„Ich habe das Urteil gesehen. Was soll ich dazu sagen? Das ist einfach jämmerlich, dieses Urteil ist jämmerlich. Es verletzt die Menschenwürde, es ist einfach unmenschlich, so zu urteilen, wenn zwei Menschenleben genommen und ein Mensch mit dauerhaften Behinderungen zurückbleibt. Es ist furchtbar! Unsere Beschwerde wurde im Vorhinein abgewiesen, wir wollten nämlich eine höhere Strafe, aber die Verteidigung legte auch eine Beschwerde vor, und so sind wir über das Urteil nicht ganz überrascht“, sagte Sabans Witwe Goca für die Medien.

Wie berichtet, hat sich der besagte Verkehrsunfall am 17. Februar 2019 an der Autobahn in der Nähe von Gütersloh in Deutschland ereignet. Der alkoholisierte Fahrer des Unfallfahrzeugs ist von hinten mit hoher Geschwindigkeit in das Fahrzeug, in dem Saban Saulić, Mirsad Keric und Slobodan Stojadinovic saßen, gerast.

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