Der erste Urlaubstag einer serbischen Familie in Griechenland verwandelte sich in einen Albtraum. Eine kleine Nuss wurde zum tödlichen Verhängnis.
Tragödie im Urlaub
Was als entspannter Familienurlaub begann, endete in einer unfassbaren Tragödie. Ein erst 13 Monate alter Bub aus Serbien verstarb am Dienstag während seines Urlaubs auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki. Der kleine Junge erstickte an einer Nuss, die als Beilage zu einem Getränk serviert worden war.
Der dramatische Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr in einem Lokal am Strand von Ormos Panagias. Das Kind saß mit seinen Eltern am Tisch, als es plötzlich Anzeichen von Atemnot zeigte. Was folgte, waren Szenen purer Verzweiflung. Die Eltern – ein 31-jähriger Vater und eine 32-jährige Mutter – versuchten panisch, ihrem Kind zu helfen, während gleichzeitig der Notruf abgesetzt wurde.
📍 Ort des Geschehens
Ein glücklicher Zufall wollte es, dass sich ein Arzt unter den Strandbesuchern befand. Er eilte sofort herbei und leistete Erste Hilfe, bis professionelle Rettungskräfte eintrafen. Das Kind war zu diesem Zeitpunkt noch bei Bewusstsein und wurde umgehend ins nahegelegene Gesundheitszentrum Agios Nikolaos gebracht – eine Strecke von etwa vier Kilometern, die normalerweise in zehn Minuten zu bewältigen ist.
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Verhängnisvolle Odyssee
Doch dort begann eine verhängnisvolle Odyssee: Im Gesundheitszentrum war kein diensthabender Kinderarzt verfügbar. Die verzweifelten Eltern wurden nach Poligiros verwiesen – ein Ort, der rund 50 Kilometer entfernt liegt und dessen Erreichung laut Routenplaner mindestens 51 Minuten in Anspruch nimmt. Für die Familie bedeutete dies eine weitere Stunde kostbarer Zeit, die verloren ging.
Wie das griechische Staatsfernsehen ERT berichtet, erhielt der kleine Patient erst nach etwa zwei Stunden die erste adäquate medizinische Versorgung. Trotz aller Bemühungen der Ärzte im Krankenhaus von Poligiros kam jede Hilfe zu spät – der Bub verstarb. Die inzwischen abgeschlossene Obduktion bestätigte als Todesursache Ersticken durch die verschluckte Nuss.
Tragisches Urlaubsende
Besonders tragisch: Die Familie war erst am selben Tag in Sitonija angekommen und hatte geplant, am Freitag wieder abzureisen. Nun werden stattdessen Vorbereitungen getroffen, um den Leichnam des Kindes in den kommenden Tagen nach Serbien zu überführen, wo die Beerdigung stattfinden soll.
Die Polizeistation in Poligiros hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände dieses erschütternden Unglücks zu klären.
Für die Eltern bleibt nur die schmerzhafte Erinnerung an einen Urlaub, der in unfassbarem Leid endete.