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Justizaffäre

Epstein-Skandal: Trump lässt Chefermittlerin fallen – Brisante Akten bleiben geheim

Epstein-Skandal: Trump lässt Chefermittlerin fallen – Brisante Akten bleiben geheim
Maurene Comey. FOTO: EPA/JASON SZENES/WILL OLIVER
2 Min. Lesezeit |

Die Entlassung der prominenten Staatsanwältin Maurene Comey sorgt für neue Turbulenzen im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal und der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Das US-Justizministerium gab keine konkreten Gründe für diesen Personalschritt bekannt, wie das Nachrichtenportal „Politico“ berichtet.

Der Fall reiht sich in eine komplexe Vorgeschichte ein: Jeffrey Epstein, der wegen systematischen Missbrauchs Minderjähriger inhaftiert war und sich 2019 in Haft das Leben nahm, hatte zahlreiche Verbindungen zur amerikanischen Elite gepflegt. Der Fall erregte weltweites Aufsehen.

Als leitende Staatsanwältin war Maurene Comey maßgeblich an den Ermittlungen und der Anklage gegen Jeffrey Epstein sowie dessen enge Vertraute Ghislaine Maxwell beteiligt. Sie führte die strafrechtlichen Verfahren, die zur Verurteilung von Maxwell wegen Sexualdelikten führten, und war federführend in der juristischen Aufarbeitung des Epstein-Komplexes.

In der Staatsanwaltschaft von Manhattan war Comey fast ein Jahrzehnt tätig und leitete zuletzt auch den aufsehenerregenden Prozess gegen Sean „Diddy“ Combs, bei dem es um Vorwürfe des Menschenhandels und der Prostitution geht.

Trump-Epstein-Verbindung

Zwischen Trump und Epstein bestanden nachweislich Kontakte, was durch Videoaufnahmen dokumentiert ist. In früheren Interviews hatte Trump den später verurteilten Milliardär als „tollen Typen“ bezeichnet. Während des Wahlkampfs kündigte der heutige US-Präsident zunächst an, die Epstein-Akten vollständig offenzulegen und eine Liste prominenter Kunden zu veröffentlichen.

Später vollzog er jedoch eine überraschende Kehrtwende: Die angekündigte Kundenliste existiere nicht, und es würden keine weiteren Details zum Fall publik gemacht. Diese Positionsänderung hat selbst in republikanischen Kreisen Kritik ausgelöst. Manche Beobachter vermuten, Trump selbst könnte in den Akten erwähnt werden.

⇢ FBI schließt Epstein-Akte: Trumps Verbindung bleibt im Dunkeln

Die jetzige Entlassung Comeys dürfte diese Spekulationen weiter befeuern. Laut Medienberichten wurde sie ohne Angabe konkreter Gründe entlassen, während offizielle Stellen eine Stellungnahme bislang verweigern.

Comey-Familie betroffen

Bemerkenswert ist zudem die familiäre Parallele: Maurene Comey ist nicht das erste Mitglied ihrer Familie, das unter einer Trump-Administration den Posten verliert. Ihr Vater James Comey wurde als FBI-Direktor im Mai 2017 von Trump entlassen, als die Bundespolizei mögliche Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau untersuchte. Einen Tag nach dieser Entlassung empfing Trump den russischen Außenminister Sergej Lawrow und erklärte dabei, die Entfernung des „Spinners“ Comey habe ihn vom Druck der Russland-Untersuchungen befreit.

In einem späteren Interview mit dem Sender NBC bestritt Trump allerdings diese Begründung.

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KO KOSMO-Redaktion
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