Sommerzeit ist Bauzeit: Das Deutsche Eck wird zur Geduldsprobe für Bahnreisende. Die zweiwöchige Sperrung bringt massive Umleitungen und stundenlange Verzögerungen mit sich.
Bahnreisende müssen sich im August auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Deutsche Bahn führt vom 2. bis 18. August Bauarbeiten auf der Strecke über das Deutsche Eck (Bahnverbindung zwischen Salzburg und Tirol über deutsches Staatsgebiet) durch, was weitreichende Folgen für den Zugverkehr hat. Fahrgäste der ÖBB und Westbahn werden mit Verspätungen, Zugausfällen und Umleitungen konfrontiert. Besonders betroffen sind Verbindungen zwischen Salzburg, Innsbruck, Bregenz, Zürich und München.
In der Zeit vom 2. bis 17. August ist der Bahnverkehr zwischen Salzburg und Tirol über das Deutsche Eck komplett unterbrochen. Die Westbahn setzt auf dieser Strecke Ersatzbusse ein, um die Verbindungen nach Tirol und Vorarlberg aufrechtzuerhalten. Auch bei anderen Verbindungen kommt es zu massiven Beeinträchtigungen.
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So werden vom 2. bis 10. August Züge von und nach München sowie Stuttgart ab Wels über Passau nach München umgeleitet. Dadurch entfallen mehrere Halte, darunter Attnang-Puchheim, Vöcklabruck, Salzburg, Rosenheim und München Ost. In Passau können Reisende jedoch ein- und aussteigen, wobei Tickets ausschließlich im Zug erhältlich sind. Die Fahrtzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten.
Umgeleitete Verbindungen
Auf der Strecke zwischen Wien und Zürich werden die Züge in beide Richtungen zwischen Salzburg und Wörgl über Bischofshofen umgeleitet. Dies führt zu einer Verlängerung der Fahrzeit um etwa zwei Stunden. Der Halt in Kufstein entfällt in beide Richtungen, während die Züge zusätzlich in Bischofshofen und Schwarzach-St. Veit halten. Zwischen Kufstein und Salzburg verkehren Ersatzbusse im Zwei-Stunden-Takt.
Bei der Verbindung Wien – Bregenz fahren die RJX-Züge auf den Teilstrecken Wien – Salzburg sowie Wörgl – Bregenz weitgehend nach Plan. Für die Strecke zwischen Salzburg Hauptbahnhof und den Bahnhöfen Kufstein, Wörgl und Innsbruck wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zusätzlich zu diesen generellen Anpassungen gibt es weitere spezifische Änderungen während der beiden Sperrphasen.
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Sperrphasen-Details
Die erste Sperrphase vom 2. bis 11. August bringt weitere Einschränkungen mit sich: RJX-Züge zwischen Wien und München werden über Passau umgeleitet, was die Fahrzeit um 30 bis 60 Minuten verlängert. Sämtliche Direktverbindungen zwischen Salzburg und München entfallen in beide Richtungen. Ab dem 11. August werden diese Maßnahmen wieder aufgehoben.
In der zweiten Phase vom 11. bis 18. August kommen zu den Bauarbeiten der Deutschen Bahn noch Arbeiten der italienischen Bahn im Bereich des Bahnhofs Brenner hinzu. Dies führt zum Ausfall von Fernverkehrszügen zwischen München und Italien via Innsbruck. Zwischen Innsbruck und Kufstein werden Ersatzzüge angeboten. Im Nahverkehr wird teilweise auf Busse umgestellt oder Züge verkürzen ihre Strecke. Einige Railjets der Brennerstrecke nehmen eine großräumige Umleitung von München über Salzburg und Villach.
Auch der Nachtverkehr bleibt von den Einschränkungen nicht verschont. Hier kommt es ebenfalls zu Umleitungen, Halteausfällen und längeren Fahrzeiten. In der zweiten Sperrphase vom 11. bis 18. August beginnen und enden die Nightjet-Züge 420/421 und 40420/40490 (Innsbruck – Amsterdam bzw. Innsbruck – Hamburg) bereits in Salzburg statt in Innsbruck.
Für Reisende aus Tirol wird ein Schienenersatzverkehr nach Rosenheim eingerichtet, wo sie in die Nightjets nach Hamburg und Amsterdam umsteigen können. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Westbahn verfügbar.
Wichtige Hinweise für Reisende
Für Reisende mit WESTbahn-Tickets wird während der Sperre ein kostenloser Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Zu beachten ist jedoch, dass ÖBB- und Deutsche Bahn-Tickets nicht zur Nutzung dieser WESTbahn-Ersatzbusse berechtigen. Passagiere sollten sich daher vorab bei ihrem jeweiligen Bahnanbieter über Alternativen informieren.
Wer den Schienenersatzverkehr nutzen möchte, muss zudem mit weiteren Einschränkungen rechnen: Die Mitnahme von Fahrrädern und Hunden (mit Ausnahme von Assistenzhunden) ist in den Ersatzbussen nicht gestattet. Rollstuhlfahrer können die Busse leider nicht nutzen, und für Kinder unter sechs Jahren ist eine eigene kostenlose Reservierung erforderlich.