Islamhass hausgemacht: Warum wir alle am Rassismus beteiligt sind

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Islamhass hausgemacht: Warum wir alle am Rassismus beteiligt sind

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FOTO: iStockphoto

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Der Geruch von Rassismus breitet sich in unser aller Nasen aus, dringt in unseren Körper ein und verpestet die Luft – dennoch stinkt es uns anscheinend noch nicht genug.

„Wie redest du mit mir, du Tier? Das ist mein Land, du Hure!“ Mit diesen Worten beschimpfte eine ältere Dame eine junge Muslima und spuckte sie zuletzt noch an. Das Video kursiert derzeit im Netz und sorgt für eine große Solidaritätswelle. Vielen aber fehlt der Beginn des Videos, um herausfinden zu können, ob die Beschimpfungen gerechtfertigt sind.

Ab wann darf dich jemand mit„ Verschwind´du Scheiße! Setz dich auf den Boden, wo du hingehörst!“ ansprechen? In welcher Situation denkst du dir – Ja! Genau das habe ich verdient.

Bis jetzt hat sich die Gesellschaft auf abfällige Blicke und von Vorurteilen behaftetes Gedankengut beschränkt. Doch ab sofort können wir unsere Mitmenschen beschimpfen bis zum abwinken, Hauptsache der Kontext passt.

Das Leben für Muslima und Muslime in Österreich ist schwieriger geworden, ich würde es fast als gefährlich einstufen.

Frauen werden beschimpft, Männer diskriminiert und Kinder abschätzig behandelt. Es ist geprägt von Misstrauen, Ausgrenzung und Verachtung. Seit dem Regierungswechsel steigt die Diskriminierung besonders gegenüber muslimischen Bürgern rapide.

Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass wir alle für diese Hass-Stimmung in Österreich verantwortlich sind. Es wird Zeit, dass wir den Terror an unseren muslimischen Bürgern bekämpfen. Den Alltags-Terror, der von schiefen Blicken über abwertende Worte bis zu körperlicher Gewalt reicht. Den Terror, der von uns allen kommt.

Die Politik kann versagen – oft schon hat sie vom Leid Anderer profitiert. Deshalb ist es umso mehr unsere Pflicht, Mitbürgern Schutz zu bieten. Wo ist die Community, wenn sie gebraucht wird? Wann bist du das letzte Mal gegen Rassismus aufgestanden?

Auf der zweiten Seite könnt ihr euch einen eigenen Eindruck über das Skandal-Video machen…

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