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ENERGIEKOSTENAUSGLEICH

Jetzt ist es fix: Diese Personen bekommen 150€-Gutschein

(FOTOS: BKA/Andy Wenzel, iStockphoto)

Finanzminister Magnus Brunner und Klimaministerin Leonore Gewessler verkündeten am Mittwoch die Details zum Energiekostenausgleich.

Die Energiepreise steigen immer weiter und die Inflationsrate ist mit fünf Prozent auf einem historischen Höchststand. Aus diesem Grund beschloss die Regierung einen 150€-Bonus für die Österreicherinnen und Österreicher. Die Details zum Energiekostenausgleich wurden am Mittwoch von Finanzminister Magnus Brunner und Klimaministerin Leonore Gewessler präsentiert.

150 Euro für jeden Haushalt
Laut Brunner und Gewessler soll jeder Haushalt einen Gutschein über 150 Euro per Post bekommen und auch online einlösen können. Die Bundesregierung hat dazu ein 1,7 Milliarden schweres Paket geschnürt, um die steigenden Preise abzufedern. Konkret wurden drei Maßnahmen beschlossen, um eine Energiekostenkrise abzuwenden:

  1. Mit Jahresbeginn wurden Ökostromförderbetrag und Ökostromförderpauschale auf null gesetzt: Das erspart jedem Haushalt im Schnitt 90 bis 100 Euro.
  2. Teuerungsausgleich verdoppelt: Zudem wurde ein „Sicherungsnetz“ für wirtschaftlich besonders prekär gestellten Personengruppen geschaffen. Der Teuerungsausgleich wird für Arbeitslose, Mindestsicherungs-, Ausgleichszulage- und Studienbeihilfe-Bezieher sowie Mobilitätsstipendiaten von 150 auf 300 Euro verdoppelt.
  3. Energiekostenausgleich (siehe oben): Insgesamt werden diesen vier Millionen Haushalte bekommen.

Einlösung digital oder analog
Die Einlösung der 150€-Gutscheine kann analog oder digital erfolgen. Bei der nächsten Jahresrechnung wird die Gutschrift dann automatisch abgezogen. Das heißt jedoch auch, dass sich erst in gut einem Jahr ein Effekt zeigen wird. Diese Lösung sei mit dem Datenschutz vereinbar, rechtssicher und “so unbürokratisch wie möglich”, hieß es von der Regierung.

Ausgenommene Personen
Allerdings haben nicht alle Personen einen Anspruch auf den Gutschein. Menschen mit besonders hohem Einkommen sollen nicht die Möglichkeit bekommen, den Bonus einzulösen, das betrifft etwa fünf Prozent aller Haushalte. Dies wolle man auch kontrollieren.

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