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RUSLAND-UKRAINE-KONFLIKT

Ukraine-Angriff: Plant Putin die Taktik des “NATO-Bombardements in Jugoslawien” zu kopieren?

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(FOTO: Wikimedia Commons/kremlin.ru, Burmesedays)

Lawrow wettert im gestrigen Interview mit Russia Today gegen die westlichen Staats- und Regierungsführungen, sowie die NATO. Sie interessiert die Verteidigung nicht, betont er mit Verweis auf den NATO-Angriff auf Jugoslawien, 1999.

Lawrow sagte, dass das Ex-Jugoslawien „weit von einem Aufschwung entfernt ist“ und, dass der Kosovo und andere Westbalkanländer „zu einem Nährboden für Kriminalität” werden. „Dort gibt es Terroristen und Drogenhändler. Es ist eine Rekrutierungsstation für Söldner, die sich an von den Vereinigten Staaten gesponserten Feindseligkeiten beteiligen.

Es wird behauptet, dass Söldner aus dem Kosovo, Albanien und Bosnien und Herzegowina rekrutiert werden und in den Donbass und andere Länder gebracht werden, um Russland zu destabilisieren“, so Lawrow.

Die ganzen Behauptungen haben bereits drei beschuldigte Länder zurückgewiesen. Im Kosovo bezeichnet die Regierung alle Behauptungen als „Fake News“. Es wären lauter Fehlinformationen, die gegen die Ukraine gerechtfertigt werden, solle.

Analysten vermuten, dass solche Anschuldigungen ausgenutzt werden könnten, um so die schon angespannte Beziehungen zwischen dem USA unterstützten Kosovo und vom Russland unterstützten Serbien weiter zu schwächen.

Anspannung zwischen Republika Srpska und Föderation von Bosnien und Herzegowina:
Solche Befürchtungen wurden auch in Bosnien und Herzegowina erwähnt, wo die Anspannung zwischen Republika Srpska und Föderation von Bosnien und Herzegowina immer schlimmer wird.

Nikolai Patruschew, Russlands Sekretär des Sicherheitsrates wird sich am 28. Februar in Belgrad mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić treffen und alles besprechen, das schreiben die russischen Internetseiten.

Vergangene Woche hat Vučić in einer Pressekonferenz gesagt, dass Serbien auf dem europäischen Weg sei und deswegen die Beziehungen zu China und Russland „nicht verderben“ wolle. Aus dem Grund werden sie auch der NATO nicht beitreten.

„Seit sieben oder acht Jahren werden wir gewarnt, dass wir nicht mit allen gut auskommen können, dass wir nicht mehr lange auf zwei Stühlen sitzen können, aber sie verstehen nicht, dass wir nur einen haben, den serbischen Stuhl, den wir mehr lieben als jeden anderen und den wir für nichts hergeben würden“, so der serbische Präsident.

„Serbien hat langsam und leise gearbeitet, um den Kosovo zu bewahren und unser Volk zu schützen, wo auch immer es auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens leben mag. Es hat auch keine Kriege gegeben“, fügte Vučić noch zum Schluss hinzu.

Quelle: Blic-Artikel & Euractiv-Artikel

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