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Asylrückgang

Österreich: Fast 45 Prozent weniger Asylanträge als im Vorjahr

Österreich: Fast 45 Prozent weniger Asylanträge als im Vorjahr
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Weniger Anträge, weniger Grenzübertritte – Österreichs Asylzahlen erreichen einen historischen Tiefstand.

Die Zahl der Asylanträge in Österreich ist im laufenden Jahr deutlich zurückgegangen. Allein im September 2026 wurden lediglich 308 Erstanträge registriert, was einem Einbruch von mehr als 58 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres entspricht. Die Gesamtzahl der Anträge belief sich im September auf 885, ein Minus von rund 39 Prozent.

Betrachtet man den Zeitraum von Jänner bis September 2026, ergibt sich mit 7.397 gestellten Anträgen ein Rückgang von knapp 45 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025.

Familiennachzug eingebrochen

Besonders markant fällt der Einbruch beim Familiennachzug aus. Kamen in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 noch 1.030 Personen auf diesem Weg nach Österreich, waren es im selben Zeitraum 2026 nur noch 60.

Neben der zahlenmäßigen Beschränkung und zeitweisen Aussetzung des Familiennachzugs trugen auch verstärkte Grenzkontrollen zu dieser Entwicklung bei, darunter die grenzpolizeiliche Kooperation mit ungarischen Behörden unter dem Namen „Operation Fox“. Sichtbar wird der Wandel auch an den Zahlen illegaler Grenzübertritte im Burgenland: Wurden im Oktober 2022 noch knapp 15.000 Personen aufgegriffen, waren es im Oktober 2026 gerade einmal 16.

Europaweiter Rückgang

Österreich steht mit diesem Trend nicht allein. Europaweit – einschließlich der Schweiz und Norwegens – wurden von Jänner bis September 2026 insgesamt 452.969 Asylanträge verzeichnet, was einem Rückgang von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Während einzelne Länder steigende Zahlen meldeten, verzeichneten Polen, Spanien und Deutschland ebenfalls spürbare Rückgänge.

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KO KOSMO-Redaktion
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