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Check-out-Regeln

Airbnb führt neue Regeln ein: Das ändert sich für Gäste

Airbnb führt neue Regeln ein: Das ändert sich für Gäste
(FOTO: EPA / MATTIA SEDDA)
2 Min. Lesezeit |

Abwaschen, Betten abziehen, Müll wegbringen: Airbnb schränkt ein, welche Aufgaben Gastgeber von ihren Gästen verlangen dürfen.

Wer eine Unterkunft über Airbnb bucht, soll sich künftig weniger Gedanken über lange Aufgabenlisten beim Check-out machen müssen. Die Plattform führt neue Regeln ein, die festlegen, welche Pflichten Gastgeber ihren Gästen auferlegen dürfen. Die Änderungen gelten für alle Buchungen, die ab dem 20. November 2026 vorgenommen werden.

Airbnb reagiert damit auf Beschwerden von Reisenden, die trotz einer zusätzlichen Reinigungsgebühr vor der Abreise noch zahlreiche Arbeiten erledigen sollten. Während die Plattform ursprünglich für unkomplizierte Übernachtungsmöglichkeiten stand, sorgen umfangreiche Check-out-Anweisungen bei manchen Gästen zunehmend für Unmut.

Diese Aufgaben sind nicht mehr erlaubt

Nach den neuen Richtlinien dürfen Gastgeber grundsätzlich nicht mehr verlangen, dass Gäste das benutzte Geschirr abwaschen und wegräumen, die Betten abziehen oder den Müll selbst außerhalb der Unterkunft entsorgen.

Einfache Aufgaben bleiben hingegen erlaubt. Gäste können beispielsweise gebeten werden, benutztes Geschirr im Spülbecken abzustellen, gebrauchte Handtücher zusammenzulegen oder den Müll innerhalb der Unterkunft in die vorgesehenen Behälter zu sortieren.

Auch andere Hausregeln werden vereinheitlicht. Sämtliche verbindlichen Vorgaben müssen bereits zum Zeitpunkt der Buchung im dafür vorgesehenen Bereich des Inserats stehen. Gastgeber dürfen nachträglich keine neuen Pflichten über Nachrichten, Schilder in der Unterkunft oder mündliche Anweisungen hinzufügen.

Ausnahmen bei Bären und Dürre

Für besondere örtliche Bedingungen sieht Airbnb Ausnahmen vor. In Regionen mit Bären kann es beispielsweise weiterhin zulässig sein, Gäste dazu aufzufordern, ihren Müll in einem für Tiere unzugänglichen Behälter zu entsorgen.

Auch bei örtlichen Wasserbeschränkungen infolge einer Dürre kann eine Begrenzung der Duschzeit angemessen sein. Ob eine solche Anforderung zulässig ist, wird anhand der konkreten Situation und der örtlichen Gegebenheiten beurteilt.

Airbnb kontrolliert die Hausregeln

Um die Einhaltung der neuen Vorgaben zu unterstützen, will Airbnb unzulässige Anweisungen im Bearbeitungsbereich der Inserate kennzeichnen. Gastgeber sollen Hinweise erhalten und die Möglichkeit bekommen, ihre Angaben anzupassen oder Einspruch einzulegen.

Bleiben Verstöße bestehen, kann Airbnb das Inserat mit einem Hinweis versehen, seine Sichtbarkeit in den Suchergebnissen reduzieren oder weitere Maßnahmen ergreifen. Die Plattform will damit für klarere Regeln sorgen und verhindern, dass Gäste erst nach der Buchung mit unerwarteten Pflichten konfrontiert werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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