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STAATSGRENZE

Junge Bosnierin brachte Kind an der Grenze zur Welt

Baby Grenze Tuzla Hamburg Bosnierin Drama
Foto: Edo Hasić (Facebook)

Dramatische Szenen spielten sich am Wochenende an der kroatisch-slowenischen Grenze ab.

Auf der Grenzstation Bregana, mitten im Reisebus von „Transturist“ nach Hamburg, begann eine 18-jährige Frau aus Tuzla ihr Kind zu gebären. „Ich gebäre, ich gebäre“, schrie die Frau, die direkt hinter dem Busfahrer saß.

Glück: Frauenärztin vor Ort

Die Grenzbeamten, die gerade in dem Moment den Bus betraten, suchten sofort nach einer Frauenärztin und trafen dabei glücklicherweise im Bus dahinter Frau Dr. Jadranka Šanjug. „So etwas habe ich in 25 Jahren als Frauenärztin nicht erlebt“, sagte die Gynäkologin, die gerade von einer Ärztekonferenz aus Venedig zurück in ihre Heimat reiste. „Ich sah, dass die Frau Wehen hatte und ihre Fruchtblase geplatzt war. Bis zur Geburt hat alles nur zehn Minuten gedauert. Danach wickelte ich das Baby in eine Decke und band die Nabelschnur mit einem Band an, welches ich von einem Fetzen abschnitt“, erklärte die Ärztin.

Polizisten als Geburtshelfer

Obwohl an der Grenze gerade in diesem Moment viel Stau war und die Polizisten eine Aktion verstärkter Kontrollen durchführen mussten, halfen letztendlich fünf von Ihnen bei der Geburt des Kindes. Sie legten die Frau auf den Rücksitz des Autobusfahrers, während die Ärztin dem Mädchen Anweisungen gab. Die Geburtshelfer in blauen Uniformen – Petar Franjić, Željko Bratanić, Monika Grlica und noch 2 Kollegen – wurden nun von Medien am Balkan zu den „Helden des Dramas von Bregana“ gekürt.

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