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Wohnungssicherung

Kampf gegen Obdachlosigkeit: Wie Wiens Sozialarbeiter 1.713 Familien retteten

Kampf gegen Obdachlosigkeit: Wie Wiens Sozialarbeiter 1.713 Familien retteten
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Wenn das Leben aus den Fugen gerät, droht oft auch der Verlust der Wohnung. Ein Wiener Hilfsprogramm bewahrt Menschen in Notlagen vor der Obdachlosigkeit – mit beeindruckender Erfolgsquote.

Das Wiener Wohnen Case Management hat sich als wirksames Instrument zur Wohnraumsicherung etabliert. Die Einrichtung unterstützt Wienerinnen und Wiener, die durch Schicksalsschläge, Erkrankungen oder den Verlust des Arbeitsplatzes in Wohnungsnot geraten sind. Die Fachkräfte konnten 1.713 Wohnungen erhalten. Von insgesamt 2.154 bearbeiteten Fällen bis Mitte Dezember 2025 führten 80 Prozent zum Erfolg – ein Ergebnis, das die Effizienz der 24 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter unterstreicht.

„Leistbares und sicheres Wohnen ist das Herzstück für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Mit einem engagierten Team aus Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern stellt Wiener Wohnen diese soziale Verantwortung auf einzigartige Weise sicher,“ hebt Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál hervor.

Intensive Betreuung

Die Betreuungsintensität spiegelt sich in den Zahlen wider: Bis Mitte Dezember 2025 verzeichnete das Case Management 1.800 persönliche Kontakte, führte 13.200 Telefonate, versandte 11.000 E-Mails, 2.150 SMS und 600 Briefe. Zusätzlich fanden 1.800 persönliche Beratungsgespräche statt – entweder in den Wohnungen der Betroffenen oder im Service Center von Wiener Wohnen.

Die Unterstützung umfasst praktische Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, die Erklärung komplexer Gerichtsdokumente sowie Begleitung bei Behördengängen. Besonders wichtig ist die Vermittlung städtischer Unterstützungsangebote wie Wohnbeihilfe, Ratenzahlungsvereinbarungen bei Wiener Wohnen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr bei Mietrückständen sowie Wohnschirm-Anträge für unmittelbare finanzielle Unterstützung.

Hilfe für alle

Bernhard Rubik, Abteilungsleiter des Case Managements, betont: „Wir wissen aus Erfahrung, dass Wohnungsverlust nicht nur bestimmte Gruppen betrifft. Er kann jeden treffen: Familien mit Kindern, Menschen in Scheidung, aber auch Akademikerinnen und Akademiker in plötzlichen Lebenskrisen. Wichtig ist, dass Mieterinnen und Mieter wissen, dass sie nicht allein sind.“

Die Chancen auf Erhalt der Wohnung steigen mit frühzeitiger Kontaktaufnahme zu Wiener Wohnen.

Bei finanziellen Engpässen sollten Betroffene daher nicht zögern, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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