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Bevölkerungskrise

Nation schrumpft dramatisch: So wenig Kinder kommen in Österreich auf die Welt

Nation schrumpft dramatisch: So wenig Kinder kommen in Österreich auf die Welt
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Österreichs Bevölkerungsentwicklung zeigt eine besorgniserregende Tendenz: Im vergangenen Jahr wurden lediglich 77.238 Kinder geboren, während die Sterbefälle mit 88.486 Personen deutlich höher lagen. Diese demografische Schieflage spiegelt sich in einer Fertilitätsrate von nur 1,31 Kindern pro Frau wider – ein Wert, der ohne Zuwanderung den langfristigen Erhalt der Bevölkerungszahl unmöglich macht.

Das Familienministerium konstatiert eine gesellschaftliche Verschiebung, bei der Familiengründung zunehmend zur Randerscheinung wird. Frauen entscheiden sich immer später für Nachwuchs – das Durchschnittsalter bei der Geburt des ersten Kindes liegt mittlerweile bei 30,4 Jahren. Jede fünfte Frau bekommt ihr erstes Kind sogar erst zwischen dem 30. und 33. Lebensjahr. Gleichzeitig sind Schwangerschaften im Teenageralter nahezu verschwunden.

Politische Rahmenbedingungen

„Mir ist es wichtig, dass junge Menschen wieder den Mut haben, eine Familie zu gründen“, betont Familienministerin Claudia Plakolm (ÖVP). Sie verweist jedoch auf die Grenzen politischer Einflussnahme: Die Politik könne lediglich förderliche Rahmenbedingungen schaffen, während die Entscheidung für oder gegen Kinder letztlich bei den Paaren selbst liege.

Parallel dazu verstärkt sich der Trend zu sogenannten DINK-Paaren (Double Income, No Kids), die mit doppeltem Einkommen, aber ohne Nachwuchs leben.

Plakolm relativiert die Situation, indem sie darauf hinweist, dass der Geburtenrückgang kein spezifisch österreichisches Problem darstellt, sondern ein Phänomen, das in der gesamten westlichen Welt zu beobachten ist.

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KO KOSMO-Redaktion
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