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Erweiterungspolitik

Kanzler stärkt Westbalkan: „Montenegro ist bereit für Brüssel

Kanzler stärkt Westbalkan: „Montenegro ist bereit für Brüssel
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Wien setzt ein klares Signal für den Westbalkan: Bundeskanzler Stocker würdigt Montenegros Reformkurs und verspricht volle Unterstützung auf dem Weg nach Brüssel.

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker hat Montenegro seine volle Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union zugesichert. In einer Botschaft an Regierungschef Milojko Spajic würdigte Stocker die Fortschritte des Balkanstaates im EU-Beitrittsprozess.

„Montenegro hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass es für einen ambitionierten und erfolgreichen EU-Beitrittsprozess bereit ist“, erklärte der Kanzler. Stocker bekräftigte dabei die langjährige österreichische Position: Österreich unterstütze seit Jahrzehnten „konsequent und mit voller Überzeugung“ die EU-Erweiterung um die Westbalkanstaaten.

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Reformkurs gewürdigt

Besonders hob der Bundeskanzler hervor, dass Europas Sicherheit und Stabilität in der unmittelbaren Nachbarschaft beginne. Montenegro habe durch seine politische Reife und Reformfähigkeit gezeigt, dass es zu den ernsthaftesten Beitrittskandidaten zähle. Die von Premier Spajic vorangetriebenen Reformen bezeichnete Stocker als Beispiel für „mutige und entschlossene Politik“, die Anerkennung und konkrete Unterstützung durch die EU verdiene.

Kulturelle Verbindung

Die klare Positionierung aus Wien stärkt Montenegros internationale Stellung und unterstreicht die Glaubwürdigkeit der aktuellen Regierung auf europäischer Ebene. Im Rahmen des Jännerkonzerts betonte Stocker zudem die verbindende Kraft von Kultur und Kunst als universelle Werte. Politische Partnerschaft, europäische Integration und kulturelle Zusammenarbeit seien untrennbar miteinander verknüpft.

Die Unterstützung Österreichs hat besonderes Gewicht, da Wien innerhalb der EU als einflussreicher Befürworter der Erweiterungspolitik gilt – gerade jetzt, wo der Beitrittsprozess wieder verstärkt auf die europäische Agenda rückt.

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