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Kommt das Aus für Gratis-Tests? Das sagt der Finanzminister

(FOTO: BKA/Andy Wenzel)

Aktuell werden die Kosten für die Corona-Tests noch vom Bund übernommen, doch das könnte sich schon bald ändern – zumindest, wenn es nach Finanzminister Magnus Brunner geht.

Ab morgen gilt österreichweit für alle Personen ab 18 Jahren die Impfpflicht, die zum Teil hohe Geldstrafen für Verweigerer vorsieht. Zeitgleich sollen jedoch mit kommender Woche die strengen 2G-Kontrontrollen wegfallen und stattdessen wieder die 3G-Regel in Handel, Gastro, Veranstaltungen und Co. gelten. Damit erlebt der Corona-Test als Eintrittskarte ein Revival. Und bezahlen soll das ganze weiterhin der Bund. Nicht ganz nachvollziehen kann das offenbar auch ÖVP-Finanzminister Magnus Brunner und fordert eine andere Lösung…

ÖVP-Finanzminister Magnus Brunner ist kostenpflichtigen Corona-Test gegenüber jedenfalls nicht abgeneigt. Er könne sich gut vorstellen, dass die Bevölkerung in Zukunft selbst für Corona-Tests zur Kasse gebeten wird, wie Brunner am Rande einer Pressekonferenz zur Budget- und Wirtschaftsentwicklung in den Raum stellte.

Zuvor hatten bereits einige Experten kritisiert, dass die Gratistests würden die Corona-Impfpflicht untergraben würden. Einzelne Fachleute hatten bereits in der Vergangenheit gefordert, die Tests – wie etwa in Deutschland, Italien oder Frankreich – kostenpflichtig zu machen.

Sollen Corona-Tests kostenpflichtig werden?

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Wie der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Gabriel Felbermayr, warnt, müssten die Preise aber auf jeden Fall in einem vernünftigen Rahmen bleiben. Als Negativbeispiel nennt Felbermayr Großbritannien, wo ein PCR-Test 70 Pfund, also umgerechnet rund 84 Euro, kostet. Es sei wichtig, dass Tests weiterhin finanzierbar bleiben, so Felbermayr. Schließlich würden sie den Menschen Sicherheit und damit Lebensqualität geben.