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ZAGREB

Kritik nach tödlichem Messerangriff an Schule

Kritik nach tödlichem Messerangriff an Schule
FOTO: EPA-EFE/STRINGER
2 Min. Lesezeit |

Ein schockierender Vorfall an einer Volksschule im Stadtteil Precko in Zagreb versetzt Kroatien in Alarmbereitschaft. Bei einem Messerangriff verlor ein siebenjähriges Kind sein Leben, und mehrere Personen, darunter Schüler und eine Lehrerin, wurden verletzt.

Tragödie enthüllt Sicherheitsmängel

Am Freitag tötete ein 19-jähriger ehemaliger Schüler der Schule ein Kind und verletzte weitere Personen. Der Vorfall offenbart erhebliche Defizite im Sicherheitssystem, wie der Elternbeirat der betroffenen Schule betonte. Trotz  „intensiver Wiederbelebungsversuche“ starb das Kind noch am Tatort. Drei weitere Kinder und eine Lehrerin erlitten Verletzungen, ebenso wie der Angreifer, der sich nach seiner Flucht selbst verletzte.

Reaktionen und Maßnahmen

Gesundheitsministerin Irena Hrstic bestätigte den Tod des Kindes und die Verletzungen der anderen Beteiligten. Innenminister Davor Bozinovic erklärte, dass der Täter, der die Schule selbst besucht hatte, unter psychischen Problemen litt und im Vorjahr einen Suizidversuch unternommen hatte. Er wurde schließlich in einem Gesundheitszentrum festgenommen, in das er geflohen war.

Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenkovic sagte, dass die Regierung und das ganze Land „schockiert über die schreckliche Tragödie an der Volksschule“ seien sprach von einem dringenden Handlungsbedarf. Als erste Maßnahme kündigte die Regierung die Installation von Schlössern an den Schuleingängen an, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden. Lehrerin Marija Veronkica Cvjetkovic äußerte sich in den Medien: „Leider kamen die Maßnahmen zu spät. Als Angestellte und als Gewerkschaft haben wir bereits gewarnt, dass etwas für den Schutz der Sicherheit von Schülern und Angestellten getan werden muss“.

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Um auf die Tragödie aufmerksam zu machen, rufen drei Bildungsgewerkschaften zu einem Schweigemarsch im Zentrum Zagrebs auf. Das Bildungsministerium hat die Einrichtung eines 15-köpfigen Krisenteams angekündigt, das Schüler, Eltern und Lehrer bei der Bewältigung des traumatischen Ereignisses unterstützen soll.

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KO KOSMO-Redaktion
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