Start Infotainment Lifestyle Lejla Enigma: So wird man eine Instagram-Influencerin (FOTOS)
INTERVIEW

Lejla Enigma: So wird man eine Instagram-Influencerin (FOTOS)

LEJLA_ENIGMA
(FOTO: Instagram/@lejla.enigma)

Manche Menschen lieben Beauty und Fashion, andere davon interessieren sich für Reisen oder Essen. Darüber auf Instagram als Influencer zu posten, ist das eine, damit Geld als Nebenverdienst zu verdienen das andere. Wir haben die Influencerin Lejla Enigma getroffen, die ihr Hobby zum Job gemacht hat. Wie die 27-jährige Bosnierin das geschafft hat, verriet sie Kosmo in einem Interview.

Am Anfang schrieb ich die Firmen an, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Nach einiger Zeit schrieben sie mich an.

Lejla Enigma

Seit wann führst du deine Instagram-Seite? Wie hat alles angefangen?
Ich habe 2013 spontane Fotos von Städten, Dingen und Reisen gemacht und diese auch gepostet. Nach einiger Zeit habe ich immer mehr Follower dazugewonnen. Die Entwicklung zur Influencerin hat sich erst später ergeben. Vor ungefähr drei Jahren habe ich eine Reise gewonnen, wo ich mit großen Influencern nach Paris reisen durfte. Da fingen meine ersten Kooperationen an. So hat sich das ganze entwickelt, indem die kleinen Aufträge immer größer wurden. Am Anfang schrieb ich die Firmen an, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Nach einiger Zeit schrieben sie mich an. Als Hautberufung sehe ich das nicht an, sondern eher als Nebenjob.

Wie sieht denn so der Alltag einer Influencerin aus?
Seitdem ich ein kleines Baby habe, hat sich einiges geändert. Früher konnte ich mir die Zeit gut einteilen, wann ich etwa filme oder poste. Zu meinen täglichen Aufgaben gehört es, Fotos zu machen, Videos filmen, Postings vorzubereiten und Einträge zu schreiben. Es ist wirklich aufwändig, als viele Menschen es denken. Hinzu kommen noch das tägliche Lesen und das Beantworten von Kommentaren und Nachrichten, das Eingehen auf Anfragen, und professionelle Fotos machen. Dafür muss einiges vor-, aber auch nachbereitet werden. Jetzt muss ich mehr oder weniger darauf warten, dass mein Mann das Baby nimmt und den Content weiterzuführen.

Du bist Mutter, bist aber nebenbei Bloggerin. Wie bekommt man das unter einen Hut?
Ich habe es, ehrlich gesagt, seitdem das Baby da ist, nicht mehr unter einen Hut bekommen und musste mein Instagram-Account ein wenig vernachlässigen. Beides zu vereinbaren, ist wirklich anstrengend und schwierig, wenn man vorhat, mit seiner Instagram-Seite auch Geld zu verdienen. Weiteres kooperiere ich auch noch mit einigen Firmen und das nimmt auch sehr viel Zeit in Anspruch. Mit der Zeit soll es wieder besser werden.

“Im Grunde genommen hat man nie frei. Dieser ständigen Verfügbarkeit muss man sich definitiv bewusst sein und damit leben können.”

Lejla Enigma

Was gefällt dir an deiner Arbeit besonders und was weniger?
Ich liebe an meiner Tätigkeit, dass ich mich mit den Sachen beschäftigen kann, die mir besonders viel Spaß machen. Außerdem habe ich viele neue Menschen kennengelernt. Daraus entwickelten sich sogar Freundschaften. Im Grunde genommen hat man nie frei. Die Menschen sind neugierig und wollen alles über dein Leben wissen. Dieser ständigen Verfügbarkeit muss man sich definitiv bewusst sein und damit leben können. Einige Personen wollen einfach nicht sehen, wie viel Arbeit dahintersteckt und schreiben verletzende Kommentare. Das ist ziemlich ärgerlich, aber mit der Zeit lernt man, damit umzugehen.

Was rätst du interessierten Menschen, die auch Influencer werden wollen? Wie geht man das am besten an?
Wenn man als Influencerin durchstarten möchte, so soll man zu den Menschen immer ehrlich sein. Sie merken sofort, ob jemand sich verstellt oder nicht. Es dauert viele Jahre, also rate ich euch geduldig zu sein. Deswegen mache ich das auch als Nebenjob. Ich lege euch ans Herz immer dir selbst treu zu sein. Außerdem könnt ihr Firmen anschreiben, um mit ihnen zu kooperieren. 

Dein Instagram-Profil ist auf Bosnisch. Wird es bald zweisprachige Einträge geben? Was ist die Voraussetzung lang erfolgreich zu sein?
Mein Fokus liegt auf den Balkan und nun auch auf den deutschsprachigen Raum. In naher Zukunft werde ich mit zweisprachigen Postings anfangen. Doch all das kann ich erst machen, wenn mein kleines Baby etwas größer wird. Ich denke, dass es dann auch zeitlich viel besser sein wird.

Auf der nächsten Seite könnt ihr euch Lejlas Bilder ansehen!

Vorheriger ArtikelSpielsüchtige Nonne verzockt über eine halbe Million Euro an Kirchengeld
Nächster ArtikelWiener Ökonom: „Man hätte Jugoslawien beibehalten sollen“
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!