Linz trauert um ein weiteres Todesopfer – der Legionellen-Ausbruch, der die Stadt monatelang in Atem hielt, endet mit einer bitteren Bilanz.
In Linz ist ein weiterer Mann an den Folgen einer Legionelleninfektion gestorben. Der Betroffene war bereits Anfang August erkrankt und wurde seither intensivmedizinisch betreut. Da seit Anfang September keine neuen Infektionen mehr aufgetreten sind, gilt der Ausbruch offiziell als beendet – insgesamt wurden 36 Erkrankungsfälle dokumentiert.
Ursache ungeklärt
Im Mittelpunkt der Ursachenforschung steht eine Kühlanlage der Linz AG, in der Legionellen nachgewiesen wurden. Ob diese Anlage tatsächlich als Ausgangspunkt des Ausbruchs anzusehen ist, konnte bislang jedoch nicht abschließend belegt werden. Zur Klärung wurden mehr als 280 Proben analysiert, ohne dass bisher ein eindeutiger Befund vorliegt.
Ermittlungen laufen
Parallel zur technischen Aufarbeitung hat die Staatsanwaltschaft Linz ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Den Anstoß dazu gab die Anzeige des Sohnes einer 81-jährigen Frau, die im Zuge des Ausbruchs verstorben war. Gesundheitsbehörden sowie weitere beteiligte Institutionen setzen ihre Arbeit zur vollständigen Aufklärung des Vorfalls fort.
Gesundheitsbehörden sowie weitere beteiligte Institutionen setzen ihre Arbeit zur vollständigen Aufklärung des Vorfalls fort.