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Ludwig kippt Sparmaßnahme – Diese Personen fahren weiter gratis

Ludwig kippt Sparmaßnahme – Diese Personen fahren weiter gratis
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2 Min. Lesezeit |

Mobilität bleibt barrierefrei: Wien sichert sehbehinderten, blinden und gehörlosen Menschen weiterhin kostenlose Öffis zu – trotz ursprünglich geplanter Budgetkürzungen.

Sehbehinderte, blinde und gehörlose Wienerinnen und Wiener können auch künftig kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Diese Entscheidung gab Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Freitag bekannt. „Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Teilhabe. Wir halten an der Gratis-Jahreskarte für stark sehbehinderte, blinde und gehörlose Menschen fest“, erklärte Ludwig. Er betonte zudem: „Wien ist und bleibt die Hauptstadt des sozialen Zusammenhalts – und das zeigen wir auch mit dieser Entscheidung.“ Nach Angaben des Bürgermeisters profitieren derzeit etwa 2.700 Personen von dieser Förderung durch den Fonds Soziales Wien (FSW).

Die Rückkehr zur kostenlosen Jahreskarte unterstreicht Wiens Engagement für Barrierefreiheit. Erst im November 2024 wurde die Hauptstadt mit dem Access City Award der EU ausgezeichnet – einem Preis für herausragende Barrierefreiheit. Die EU-Kommission würdigte dabei insbesondere die umfassende Integration von Menschen mit Behinderungen in den öffentlichen Verkehr und andere Lebensbereiche als vorbildlich.

⇢ Aus für Gratis-Jahreskarte für diese Personen!

Kritisierte Budgetmaßnahme

Die Stadtregierung hatte ursprünglich vorgesehen, diese Unterstützungsleistung einzustellen. Betroffene hätten stattdessen die neu konzipierte „Jahreskarte Spezial“ zum Preis von 300 Euro erwerben müssen. Diese Budgetmaßnahme war vom Blindenverband scharf kritisiert worden.

Ludwig verwies nun darauf, dass die neue Spezial-Jahreskarte ein Angebot darstelle, von dem künftig mehr Menschen mit Behinderungen profitieren könnten, um leistbare Mobilität zu erhalten. Das neue Ticket wird ab 1. Jänner 2026 gültig sein und kann von Personen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 70 Prozent bezogen werden. Dadurch erweitert sich der Kreis der Anspruchsberechtigten von bisher rund 2.700 auf etwa 26.600 Wienerinnen und Wiener mit Behinderung.

Die beiden Systeme werden parallel bestehen: Während die kostenlose Gratis-Jahreskarte für die spezielle Zielgruppe der stark sehbehinderten, blinden und gehörlosen Menschen erhalten bleibt, bietet die neue 300-Euro-Jahreskarte einen deutlich erweiterten Personenkreis Zugang zu vergünstigter Mobilität.

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KO KOSMO-Redaktion
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