Der bevorstehende Fahrplanwechsel in Niederösterreich am 14. Dezember verspricht eine deutliche Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs. Verkehrslandesrat Udo Landbauer kündigt zusätzliche Verbindungen und moderne Doppelstockzüge mit erheblich mehr Sitzplätzen an.
Auch Christof Hermann, Regionalmanager der ÖBB-Personenverkehr AG, betont die konkreten Vorteile für die Fahrgäste: „Der Fahrplanwechsel bringt spürbare Verbesserungen für Fahrgäste in Niederösterreich.“ Das erklärte Ziel sei, den Nahverkehr durch gezielte Maßnahmen attraktiver und komfortabler zu gestalten.
Im südlichen Niederösterreich profitieren Pendler von einer Ausweitung der Schnellverbindung CJX9. Diese wird durch zusätzliche Früh- und Abendkurse ergänzt und verkehrt künftig im Halbstundentakt über die Hauptverkehrszeit hinaus zwischen Wiener Neustadt, Wien und Payerbach-Reichenau. Eine Neuerung betrifft den ersten Frühzug, der künftig ohne Umsteigen bis zum Wiener Hauptbahnhof fährt.
Die Verbindung zwischen Wien und Wiener Neustadt wird zudem durch zwei weitere Züge am frühen Morgen sowie kurz nach Mitternacht verstärkt. Die Regionalstrecken im Umkreis von Wiener Neustadt erfahren ebenfalls Verbesserungen. Bei der Linie R92 beginnen die Frühverbindungen nun bereits in Friedberg, was die Anbindung an Wien beschleunigt.
Regionale Verbesserungen
An Werktagen verkehrt künftig eine neue Direktverbindung als „Burgenlandsprinter“ von Wien über Wiener Neustadt bis nach Deutschkreutz. Für Pendler bedeutet der neue Fahrplan eine bessere Erreichbarkeit von Theresienfeld, da die S-Bahn-Linien S3 und S4 dort künftig durchgehend halten werden.
Die Wochenend-Direktzüge nach Gutenstein und Puchberg erhalten nicht nur angepasste Fahrzeiten, sondern machen nun auch zusätzlich in Mödling und Baden Station. Auf der Westachse und der Franz-Josefs-Bahn erweitert sich das Angebot der Linie CJX5/R58 zwischen Wien Westbahnhof und Selzthal um zwei zusätzliche Wochenendverbindungen.
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Der Abendverkehr im Ybbstal verbessert sich durch Anpassungen bestehender R58-Verbindungen, gleichzeitig wird das Wochenendangebot ausgebaut. Pendler auf der Inneren Westbahn können sich auf optimierte Abfahrtszeiten des REX50 ab Wien Westbahnhof am Nachmittag einstellen.
Neue Zuggarnituren
Die Kamptalbahn bietet künftig neue Spätverbindungen, die eine Rückfahrt von Wien nach Horn auch an Wochenenden und Feiertagen ermöglichen. Das Angebot zwischen Horn, Hadersdorf, Krems und St. Pölten wird am Wochenende durch zusätzliche barrierefreie Züge ergänzt. Die morgendliche Verbindung zwischen Horn und Krems wird dem Schulverkehr angepasst.
Ab Frühjahr 2026 werden neue Cityjet-Doppelstockzüge die veralteten Wiesel-Garnituren im schnellen Nahverkehr ersetzen. Diese verkehren auf der Nordwestbahn, Nordbahn und Südbahn nach Wiener Neustadt und Payerbach-Reichenau.
Die neuen Züge bieten mehr Sitzplätze, höheren Komfort, kostenloses WLAN sowie Videoüberwachung.