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NOVI SAD

“Meine kleinen Serben”: Lehrer forderte Dreifingergruß von Klasse

(FOTOS: Instagram stojke_ministar)

Der Chemielehrer Miloš Stojnić von der Grundschule „Branko Radicević“ in Novi Sad wurde suspendiert, nachdem er Fotos mit Schülern gemacht hatte, denen er vorschlug, drei Finger zu heben. Dazu teilte er das Foto auf seinem Instagram-Profil mit der Überschrift „Meine kleinen Serben“.

Das umstrittene Foto wurde auch an die studentische Viber-Gruppe weitergeleitet, der viele Kinder anderer nationaler und religiöser Zugehörigkeit, Slowaken, Kroaten, Roma, Ruthenen angehören. Die Geste dieses Lehrers verärgerte Eltern anderer Nationalitäten und sie leiteten das Foto an die Medien weiter. Angeblich waren auch die Eltern der fotografierten Schüler verärgert, weil ihre Gesichter auf dem Foto nicht unscharf oder verdeckt sind.

Disziplinarverfahren
Die Direktorin der Schule, Suzana Marić, sagt gegenüber Telegraf.rs, dass sie so herausgefunden habe, was passiert ist. Nachdem sie das Foto in den Medien gesehen hatte, rief sie ihren Kollegen an und teilte ihm mit, dass sie ein Disziplinarverfahren gegen ihn einleiten müsse.

“Wir haben alles von Journalisten erfahren, nicht von den Eltern, nicht von den Kindern. Bis heute  hat uns niemand angerufen, um sich darüber zu beschweren”,  sagt die Direktorin Suzana Marić. Wegen der Schweregrads des Vergehens, fügt sie hinzu, habe sie den Lehrer sofort suspendieren müssen. “Wir werden alle relevanten Fakten sammeln und untersuchen, was passiert ist, und der Kollege wird bis zum Ende des Disziplinarverfahrens suspendiert bleiben. Unser Anwaltsteam wird nach Abschluss des Verfahrens über das Urteil entscheiden. Die mildeste Strafe ist eine Geldstrafe, und die härteste, die er bekommen kann, ist die Entlassung “, erklärte die Direktorin für ein serbisches Medium.

Bildungsministerium schaltet sich ein
Auch das Bildungsministerium gab ein Statement zu dem Fall ab. Man würde in der kommenden Zeit präventiven Aktivitäten in der Arbeit mit Schülern und Lehrern intensivieren, um die Interkulturalität zu fördern und riskanten Verhaltensweisen im Internet sowie dem Missbrauch von Informations- und Kommunikationstechnologien vorzubeugen.

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