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KÖLN

Muezzin ruft über Köln: Domstadt erlaubt nun Gebetsruf

Muezzin ruft über Köln: Domstadt erlaubt nun Gebetsruf
Moschee Köln Ehrenfeld (FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Künftig wird in der deutschen Stadt Köln freitags der Ruf des Muezzins zu hören sein. In der Stadt leben 120 000 Muslime und über 500 000 Katholiken und Protestanten.

Den Moscheegemeinden der Domstadt wurde ein Antrag auf zwei Jahre bewilligt. Die Oberbürgermeisterin der Stadt, Henriette Reker, gab bekannt, dass die Erlaubnis des Rufs zum Freitagsgebet für mehr Vielfalt sorgen wird. „Wenn wir in unserer Stadt neben dem Kirchengeläut auch den Ruf des Muezzins hören, zeigt das, dass in Köln Vielfalt geschätzt und gelebt wird“, so Reker. Sonst ist der Muezzin-Ruf meist nur in mehrheitlich von Muslimen bewohnten Städten üblich.

Bei dem Ruf wird ein muslimischer Geistlicher, voraussichtlich über Lautsprecher, die muslimische Gemeinde zum Gebet aufrufen. Für das Ganze wird es allerdings auch bestimmte Beschränkungen eben. So wird er z.B. nur Freitags zwischen 12 und 15 Uhr zulässig und auf fünf Minuten begrenzt sein. Die Lautstärke soll auch je nach Moschee reguliert werden. Das Modellprojekt wird zwei Jahre lang laufen und dann evaluiert werden.

Im Moment sind leider keine Umfragen verfügbar.

Die Stadt Köln sieht das Projekt auch als ein Bekenntnis zur grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit. Muslime seien genau wie Christen ein integraler Bestandteil der Kölner Gesellschaft. „Wer das anzweifelt, stellt die Kölner Identität und unser friedliches Zusammenleben infrage“, sagt Reker. 

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KO KOSMO-Redaktion
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