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GROSSEINSATZ

Muslimbrüder machen mit Opferrolle mobil

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Anfangs noch die „Operation Luxor“- Razzia und anschließend die Aufreger-Studie der Dokumentationsstelle Politischer Islam: Für die islamistische Muslimbruderschaft ist Österreich kein Rückzugsgebiet mehr. Vertraute Geheimdienste bemerken jedenfalls rege Kommunikation mit dem Versuchen der Einflussnahme auf die Behörden.

Der polizeiliche Nachrichtendienst Bundesamt für Verfassungsschutz- und Terrorismusbekämpfung (BVT) und das Heeresnachrichtenamt (HNA) sind bereits alarmiert. Mehr als 20 Millionen Euro an Vermögenswerte beziehungsweise Bargeld wurden sichergestellt. Der Großschlag gegen Leiter und kurz darauf die Studie, wonach die einflussreiche Bewegung ein „wichtiger Akteur des politischen Islam als ideologischer Durchlauferhitzer“ sei und den Terrorismus ankurble, haben die Muslimbrüder aufgescheucht.

Österreich galt für sie eher als „sicherer Hafen“. Von Sicherheitskreisen abgefangene Unterhaltungen würden aktuell verstärktes und direkte Einflussnahme, belegen. Man versuche anhand der Kommunikation in der Öffentlichkeit wieder einen positiveren Eindruck zu erreichen.

Opferrolle:

Ein interner Bericht der österreichischen Botschaft in Ankara belegt, dass die Bewegung auch bewusst mit einer Opferrolle mobil macht. Türkische Staatsmedien berichteten demnach über Polizeigewalt bei den Razzien. Dies habe große Ängste und Zweifel in der heimischen muslimischen Gemeinde ausgelöst.