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Umstrukturierung

Nach 25 Jahren an der Front: ORF plant Ukraine-Berichterstattung neu

Nach 25 Jahren an der Front: ORF plant Ukraine-Berichterstattung neu
Foto: iStock, epa/CHRISTIAN BRUNA
2 Min. Lesezeit |

Nach 25 Jahren Frontberichterstattung steht ein Generationswechsel bevor: Der bekannte Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschuetz übergibt sein Büro schrittweise an jüngere Kollegen.

Christian Wehrschuetz, der langjährige ORF-Berichterstatter aus der Ukraine, wird Ende 2026 seinen Ruhestand antreten. Die Leitung des Belgrader Büros übergibt er bereits zum 1. Juli an Cornelia Primosch, die künftig auch für die Berichterstattung aus Bulgarien verantwortlich zeichnet. Wie aus einem Interview mit ORF-Chefredakteurin Gabriele Waldner-Pammesberger im Kurier hervorgeht, wandert die Zuständigkeit für die Ukraine-Berichterstattung ab Spätherbst 2026 von Belgrad nach Budapest.

Neue Zuständigkeiten

Die künftige Ukraine-Berichterstattung liegt dann in den Händen von Paul Krisai, der auf umfangreiche Erfahrung als ORF-Korrespondent in Russland zurückblicken kann. „Mit Paul Krisai haben wir nun jemanden in Budapest, der gelernt hat, mit so etwas umzugehen“, erläuterte Waldner-Pammesberger mit Blick auf die komplexe politische Situation in der Ukraine. Krisais Erfahrungen unter den anspruchsvollen Bedingungen in Russland qualifizieren ihn besonders für diese Aufgabe.

Personelle Planung

Zu den kursierenden Spekulationen über eine mögliche Nichtverlängerung des Vertrags mit Karim El-Gawhary, seit 2004 Leiter des Kairoer Büros, bezieht der ORF keine Stellung. Die Chefredakteurin betonte jedoch ihren Wunsch nach verstärkter „Rotation“ im Korrespondentennetz des Senders.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk würde idealerweise in jedem Land der Welt ein Korrespondentenbüro betreiben, doch die finanzielle Realität setzt diesem Anspruch Grenzen.

„Wir können es uns nur leider nicht leisten und in den kommenden Jahren noch viel weniger“, räumte Waldner-Pammesberger ein.

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KO KOSMO-Redaktion
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