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Nehammer will Flüchtlinge in Bosnien und Serbien zurückführen

(FOTO: BKA/Wenzel)

Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) fordert für „irreguläre Migranten“ in Bosnien-Herzegowina und Serbien Rückführungsprogramme.

Das gab der Innenminister in einem heutigen Interview mit der APA bekannt und sprach dabei von schätzungsweise neun bis zehntausend Menschen, die sich „illegal“ in Bosnien-Herzegowina und Serbien aufhalten. „Wenn keine Bleibemöglichkeiten in Europa zu erwarten sind, dann muss man im Bereich der Rückkehrberatung und Rückführung verstärkt etwas tun“, so Nehammer.

Zusammenarbeit mit Bosnien-Herzegowina
Nehammer sprach davon, dass die EU-Kommission ein entsprechendes Programm plant und das Österreich hierbei seine Erfahrungen einbringen werde. Eine Zusammenarbeit mit Bosnien-Herzegowina auf bilateraler Ebene gäbe es bereits, so der Innenminister.

Grenzen werden mit Drohnen bewacht
Im August werden an der österreichischen Grenze zu Ungarn und Slowenien Pilotversuche mit Drohnen gestartet, mit denen nun die Grenzen bewacht werden. Solange man nicht imstande sei, die EU-Außengrenzen komplett vor „illegaler Migration“ zu schützen, solange müsse man auch auf solche Modelle übergehen, heißt es aus dem Innenministerium.

Nehammer selbst wird demnächst nach Griechenland reisen, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.