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Neue Brücke und Flugverbindungen: Kroatien pumpt Millionen in Balkan-Infrastruktur

Neue Brücke und Flugverbindungen: Kroatien pumpt Millionen in Balkan-Infrastruktur
FOTO: INFRA Inženjerski biro Sarajevo
3 Min. Lesezeit |

Mit fünf Millionen Euro für eine neue Brücke in Capljina unterstreicht Kroatien seinen Einsatz für bessere Verkehrsverbindungen zu Landsleuten jenseits der Grenzen.

Verbindung zur Heimat

Kroatien verstärkt seine Bemühungen, die Verbindungen zu Landsleuten im Ausland durch gezielte Infrastrukturprojekte zu verbessern. Bei einer Regierungssitzung betonte der Minister für Meer, Verkehr und Infrastruktur, Oleg Butkovic, dass Kroatien die Rechte und Interessen seiner im Ausland lebenden Staatsbürger schützen und ihre Verbindung zur Heimat fördern wolle. Dazu sei es notwendig, den kroatischen Gemeinschaften in anderen Staaten effiziente Verkehrsverbindungen zu allen Regionen Kroatiens sowie zu wichtigen EU-Verkehrsknotenpunkten zu gewährleisten.

Ein Schlüsselprojekt dieser Initiative ist der Bau einer neuen Brücke in Capljina, eines der bedeutendsten Verkehrsvorhaben der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten. Das Bauwerk soll auf der Straßenverbindung Tasovcici–Capljina entstehen und die bestehende, veraltete Brücke ersetzen. Die aktuelle Konstruktion gilt als verkehrstechnisch unzureichend, während der Neubau langfristig für mehr Sicherheit und besseren Verkehrsfluss sorgen soll.

Moderne Brückenkonstruktion

Von den bereitgestellten fünf Millionen Euro fließen vier Millionen in die Brücke selbst, eine Million ist für die Anschlussstraßen vorgesehen. Die Vorbereitungen sind bereits weit fortgeschritten: Die Überprüfung des Hauptprojekts und die städtebauliche Genehmigung liegen vor, derzeit läuft das Verfahren zur Erteilung der Baugenehmigung. Das Konzept sieht eine moderne Brücke für den Zweirichtungsverkehr mit acht Meter breiter Fahrbahn und großzügigen Gehwegen vor, die künftig teilweise auch als Radwege genutzt werden können.

Die Konstruktion wurde nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend gestaltet und soll zu einem neuen Wahrzeichen Capljinas werden. Der Neubau wird den Zugang der Stadt zum Fluss Neretva verbessern, den urbanen Stadtteil besser anbinden und die Flussgebiete aufwerten – einschließlich möglicher Entwicklungen auf den Flussinseln. Auf ihrer Website dankt die Stadtverwaltung Capljina der kroatischen Regierung für die Unterstützung dieses wichtigen Projekts, das einen bedeutenden Fortschritt für die Verkehrsinfrastruktur darstelle und wesentlich zur Sicherheit, Funktionalität und künftigen Stadtentwicklung beitrage.

Flughafen Mostar

Bei derselben Sitzung beschloss die Regierung zudem die weitere Finanzierung des Flughafens Mostar für die internationale Verbindung mit Zagreb. Im Rahmen dieses Programms wurden 2024 insgesamt 147 Flüge mit 10.873 Passagieren durchgeführt, verglichen mit 141 Flügen und 11.042 Passagieren im Vorjahr. Von den bereitgestellten 1,75 Millionen Euro sind 950.000 Euro für die Flugverbindung selbst vorgesehen.

Die restlichen 800.000 Euro fließen – als Neuerung gegenüber früheren Beschlüssen – in Infrastruktur, Ausrüstung und Verbesserungen der Sicherheit im zivilen Luftverkehr. Für die Flugverbindungen zwischen Zagreb und Mostar sowie zwischen Belgrad und Mostar im Jahr 2026 wurde nach einer öffentlichen Ausschreibung Croatia Airlines als günstigster Anbieter ausgewählt.