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Fluchtbewegung

Neue Zahlen zeigen: So viele Ukrainer leben in der EU

Neue Zahlen zeigen: So viele Ukrainer leben in der EU
(FOTO: iStock)
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Der Krieg in der Ukraine treibt Millionen in die Flucht. Während Deutschland die meisten Schutzsuchenden aufnimmt, sorgt eine neue Regelung für junge Männer für steigende Zahlen.

Bis Ende Oktober 2025 standen 4,3 Millionen Menschen aus Nicht-EU-Ländern, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, unter vorübergehendem Schutz in der Europäischen Union. Die überwältigende Mehrheit – mehr als 98,4 Prozent – sind ukrainische Staatsangehörige. Unter den Schutzsuchenden bilden erwachsene Frauen mit 43,8 Prozent die größte Gruppe, gefolgt von Minderjährigen mit fast einem Drittel (30,8 Prozent) und erwachsenen Männern mit 25,5 Prozent.

Allein im Oktober 2025 gewährten die EU-Mitgliedstaaten in 74.175 neuen Fällen vorübergehenden Schutz – die zweithöchste monatliche Zahl des Jahres nach dem Höchstwert im September (79.525). Dieser deutliche Anstieg steht in Zusammenhang mit einer Verordnung der ukrainischen Regierung von Ende August, die jungen Männern zwischen 18 und 22 Jahren die ungehinderte Ausreise aus dem Kriegsgebiet ermöglicht.

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Aufnahmeländer im Vergleich

Bei der Aufnahme ukrainischer Schutzsuchender liegt Deutschland mit 1.229.960 Personen (28,6 Prozent) an der Spitze der EU-Staaten, gefolgt von Polen mit 965.005 Personen (22,5 Prozent) und Tschechien mit 393.005 Personen (9,1 Prozent).

Verlängerter Schutzstatus

Der Europäische Rat hat den Schutzstatus für Geflüchtete aus der Ukraine im Juni um ein weiteres Jahr verlängert – von März 2026 bis März 2027. Diese Maßnahme wurde ursprünglich eingeführt, um auf die massenhafte Vertreibung infolge des mittlerweile ins vierte Jahr gehenden Krieges zu reagieren und den Betroffenen vorübergehenden Schutz zu gewähren.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Gesamtzahl der Ukrainerinnen und Ukrainer unter vorübergehendem Schutz laut Eurostat leicht gesunken – um 6.170 Personen oder 0,1 Prozent.