Kroatiens Autobahnen werden schrankenlos: Ab 2027 können Fahrer mit Tempo 130 durch elektronische Mautstellen brausen – ein digitales System macht’s möglich.
Ab 2027 fährt Kroatien in die Zukunft: Das Parlament in Zagreb hat ein wegweisendes Mautgesetz beschlossen, das den Verkehrsfluss auf den Autobahnen revolutionieren wird. Ab 1. März 2027 können Autofahrer mit bis zu 130 km/h durch die elektronischen Mautstellen rauschen – ohne anzuhalten und ohne Stau.
Das neue System basiert auf einer Kombination aus Fahrzeug-Transpondern und automatischer Kennzeichenerkennung. Die Umsetzung läuft bereits: Auf der Autobahn A3 haben die Arbeiten begonnen, insgesamt werden 212 elektronische Mautportale im Netz der kroatischen Autobahngesellschaft HAC und weiterer Betreiber installiert.
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Mautstationen ohne Schranken
Die bisherigen Mautstationen bleiben nach der Umstellung zunächst bestehen, allerdings ohne Personal und ohne die bisher üblichen Schranken. Das elektronische Mautsystem (ESNC) erfordert künftig die Registrierung des Kennzeichens sowie eines gültigen Zahlungsmittels – verpflichtend für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen. Schwerere Fahrzeuge müssen zusätzlich zur Kennzeichenerfassung auch mit einem ENC-Transponder ausgestattet sein.
Vielfältige Anmeldewege
Die Anmeldung zum neuen System wird vielfältige Wege bieten: über eine nationale Online-Plattform, eine Smartphone-App, spezielle Schnellanmeldespuren oder in den Verkaufsbüros der Autobahnbetreiber. Auch Drittanbieter, die Verträge mit den Mautgesellschaften abgeschlossen haben, werden Registrierungsmöglichkeiten anbieten.