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Verkehrsrevolution

Ab 2026: Neue Maut-Regeln in Kroatien – so vermeiden Reisende hohe Strafen

Stau mautpflichtige Straße Kroatien
(Symbolbild FOTO: iStock)

Das Urlaubsparadies Kroatien verabschiedet sich von lästigen Warteschlangen. Mit einem vollautomatischen Mautsystem revolutioniert das Land ab 2026 die Anreise für Millionen Touristen.

Modernisierung des Mautsystems

Ab September 2026 gehören die berüchtigten Warteschlangen an kroatischen Mautstellen der Vergangenheit an. Das beliebte Urlaubsland stellt sein gesamtes Mautsystem auf digital um, wie das ADAC-Campingportal PiNCAMP berichtet. Die klassischen Mautstationen, an denen Urlauber bisher anhalten, Karten ziehen und bar oder mit Karte bezahlen mussten, werden komplett abgeschafft.

Künftig läuft die Mautabwicklung vollautomatisch – entweder über Kennzeichenerkennung oder mittels elektronischer Mautbox. Diese Umstellung verfolgt ein klares Ziel: Die kilometerlangen Staus an Einreisepunkten und auf Transitstrecken sollen endlich verschwinden. Gerade in der Hochsaison im Juli und August dürfte dies für viele Urlauber aus Österreich und anderen europäischen Ländern eine enorme Erleichterung darstellen.

Das aktuelle kroatische Mautsystem stößt trotz seiner Zuverlässigkeit in Spitzenzeiten regelmäßig an seine Grenzen. Auf stark frequentierten Strecken wie Zagreb-Karlovac oder am Eingang zur Dalmatien-Autobahn A1 warten Reisende nicht selten eine halbe Stunde oder länger. Bei extremem Andrang können sich die Wartezeiten sogar auf eine volle Stunde ausdehnen. Um als modernes Touristenziel attraktiv zu bleiben, folgt Kroatien nun dem europäischen Trend zur digitalen Maut, wie sie bereits in Frankreich, Italien und Österreich etabliert ist.

Digitale Mautvarianten

Für die digitale Mauterhebung sind zwei Varianten vorgesehen, zwischen denen Autofahrer je nach Fahrzeugtyp und Reisegewohnheiten wählen können. Die erste Option richtet sich an Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen – also Motorräder, PKW, leichte Wohnmobile und Lieferwagen. Hier erfolgt die Abrechnung über Kennzeichenregistrierung: Vor der Reise müssen Fahrer ihr Kennzeichen auf einem Online-Portal registrieren und mit einer Zahlungsmethode verknüpfen.

Beim Auf- und Abfahren der Autobahn erfassen Kameras automatisch das Kennzeichen und berechnen die exakte Mautgebühr – ohne jeglichen Halt. Wichtig: Wer sein Kennzeichen nicht vorab registriert, riskiert Strafen, wie sie bereits in Frankreich üblich sind.

Die zweite Option ist ein elektronisches Mautgerät (ENC oder Mautbox), das für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen – wie LKW und Busse – verpflichtend wird. Das System funktioniert ähnlich wie die österreichische Go-Box oder der italienische Telepass. Bei der Durchfahrt unter einem Mautportal kommuniziert das Gerät automatisch mit dem System und löst die Zahlung aus. Der Vorteil: Eine separate Registrierung auf dem Portal entfällt.

Vorteile für Urlauber

Für Urlauber bedeutet die Digitalisierung des Mautsystems spürbare Verbesserungen: schnellere Grenzübertritte, keine Stopps an Mautstellen, weniger Stress während der Anreise und deutlich reduzierte Staugefahr auf den Hauptrouten. Allerdings ist Vorbereitung das A und O: Entweder rechtzeitig die Kennzeichenregistrierung durchführen oder ein ENC-Gerät besorgen – sonst drohen empfindliche Strafen.

Reisende sollten sich daher frühzeitig informieren, um den Kroatien-Urlaub von Beginn an entspannt genießen zu können.