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Streaming-Rekord

Neuer non-binärer Charakter: Malcolm-Comeback spaltet Fans

Neuer non-binärer Charakter: Malcolm-Comeback spaltet Fans
FOTO: Disney
3 Min. Lesezeit |

Kult trifft Comeback: Die Wilkersons sind zurück – chaotischer denn je und mitten in einer neuen Kontroverse.

Nach fast zwei Jahrzehnten Pause ist Malcolm zurück – und er hat die Welt nicht einfacher gemacht. „Malcolm in the Middle: Life’s Still Unfair“, das vierteilige Revival der kultigen Fox-Sitcom, feierte am 10. April 2026 seine Premiere und brachte mit Frankie Muniz, Bryan Cranston und Jane Kaczmarek den Großteil des Originalensembles wieder zusammen. Die neue Staffel knüpft dort an, wo das Serienfinale aufgehört hat – Jahre später, die Familie Wilkerson so chaotisch wie eh und je.

Die Reaktionen der Kritik fielen überwiegend positiv aus: Auf Rotten Tomatoes erzielte das Revival eine Bewertung von 82 Prozent. Noch deutlicher sprachen die Zuschauerzahlen: Laut einem Bericht von „Variety“ wurde die neue Staffel in den ersten drei Streaming-Tagen weltweit 8,1 Millionen Mal abgerufen und avancierte damit zur meistgesehenen Staffelpremiere auf Disney+ und Hulu im Jahr 2026. Auch die Originalserie profitierte vom Hype – die Wiedergabezeit von „Malcolm mittendrin“ stieg im Vergleich zur Vorwoche um satte 107 Prozent.

Woke-Debatte entfacht

Doch der Erfolg kam nicht ohne Gegenwind. Im ursprünglichen Serienfinale war enthüllt worden, dass Lois – gespielt von Jane Kaczmarek – erneut schwanger ist. Die neuen Episoden führen diesen Handlungsfaden weiter und stellen mit Vaughan Murrae als Kelly das jüngste Familienmitglied vor. Die Figur identifiziert sich als nicht-binär und verwendet „they/them“-Pronomen – und genau das sorgte in den sozialen Medien für erhitzte Debatten.

Auf X ließen zahlreiche Fans ihrem Unmut freien Lauf. „Es tut am meisten weh, Serien, mit denen wir aufgewachsen sind, ruiniert und woke werden zu sehen“, schrieb ein User. Ein anderer erklärte knapp: „Ich habe diese Serie fast sofort aufgegeben. So woke. Nein danke.“ Wieder ein anderer brachte eine ganz eigene Logik ins Spiel: „Lois würde sich das nicht gefallen lassen. Sie wollte immer eine Tochter.“ Und ein weiterer Zuseher fasste seine Enttäuschung so zusammen: „Anstatt als eine der besten Serien aller Zeiten in Erinnerung zu bleiben, wird sie für dieses woke Revival bekannt sein.“

Fortsetzung möglich?

Dass die Kontroverse dem Streaming-Erfolg keinen Abbruch tat, steht außer Frage. Nur drei Tage nach dem Start hatte das Revival bereits einen neuen Rekord für Disney und Hulu aufgestellt – und damit die Frage aufgeworfen, ob es bei vier Episoden bleibt oder ob Malcolm und seine Geschwister bald wieder auf den Bildschirm zurückkehren könnten.

In einem Interview mit „TVLine“ äußerten sich Serienschöpfer Linwood Boomer und Hauptdarsteller Frankie Muniz zu genau dieser Frage – und kamen zu unterschiedlichen Einschätzungen. Boomer zeigte sich skeptisch: „Ich glaube nicht, dass es so passiert wäre, wie es passiert ist, wenn die Idee gewesen wäre, wieder eine ganze Serie zu machen.“ Muniz hingegen klang etwas offener für eine Fortsetzung. Der Schauspieler und Rennfahrer betonte zwar, dass das Revival nicht als Startschuss für eine neue Serienproduktion gedacht war, ließ aber durchblicken, dass er für weitere Episoden zur Verfügung stünde – sofern das Publikum das Revival annimmt.

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KO KOSMO-Redaktion
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